Superfood – was soll denn das sein?

Ein Gedankenspiel

Als gebürtiger Skeptiker habe ich beim ersten Hören des Wortes „Superfood“ nur gedacht:

„Oh Herr, gib mir Kraft!“ Eine Superlative vom Schnitzel hatte ich mir darunter natürlich nicht vorgestellt, jedoch die nach wie vor sinnvolle Überlegung: Menschen leben hier seit Jahrtausenden in unseren Breitengraden und sind mit den hier wachsenden und zur Verfügung stehenden Lebensmitteln prima ausgekommen und nun brauche ich ein Superfood? Nicht mit mir!

Wie es das Leben so wollte hat mich mein Schicksal mehrfach über das Thema stolpern lassen und ob ich wollte oder nicht, habe ich, zum Teil auch aus der Not, immer wieder dazu gelernt.

Wenn man Mitte 20 ist, lässt es sich auch sehr gut von der klassischen gutbürgerlichen Küche leben und man fühlt sich bestens. Im Laufe der Jahre, besonders wenn man viel und gerne Sport treibt, merkt man, dass das eine oder andere nicht mehr so gut funktioniert und macht sich differenziertere Gedanken, wie die Verwertung der Lebensmittel funktioniert und wie ich meinem Körper etwas Gutes tun kann, damit ich auch weiterhin Laufen, Radeln und erfolgreich im Job sein kann. Darüber hinaus möchte ich natürlich auch noch meiner Familie gerecht werden. Wenn ich jetzt also reflektiere, wie mein Leben mit Mitte 20 war und wie es jetzt ist, so sind doch einige Verpflichtungen hinzugekommen und ich verlange meinem Körper immer mehr ab. Somit wiederhole ich die Frage:

„Wie kann ich meinem Körper etwas Gutes tun?“

Die Antworten sind relativ einfach:

  • Ausreichende Ruhephasen und Schlaf
  • Regelmäßige Bewegung
  • Gute und abwechslungsreiche Ernährung

Die ausreichenden Ruhephasen und Schlaf kann ich leider nicht immer sicher stellen. Die regelmäßige Bewegung ist meines Erachtens eine Frage des Wollens und nicht des Könnens (eine halbe Stunde am Tag hat jeder Zeit). Am einfachsten ist tatsächlich die gesunde und abwechslungsreiche Ernährung und hier habe ich noch die Möglichkeit, diese sehr einfach zu optimieren, indem ich mir die Creme de la Creme heraussuche.

Also was macht diese Superfoods so besonders?

Ein einzelnes für sich betrachtetes Superfood ist nicht per se ein Alleskönner. Jedes Superfood für sich hat spezifische Inhaltsstoffe. Ob Goji-Beere, Weizengrass oder Kakaobohne, jedes dieser Naturprodukte ist als Nahrungsmittel ein Spezialist der Superlative:

  • Goji-Beere: ist reich an Antioxidantien (das 200-Fache einer Orange), die unsere Zellen schützen; reich an essentiellen Aminosäuren, die für die Proteinbiosynthese unseres Körpers nicht zu ersetzen sind
  • Weizengrass: Einer der wenigen Pflanzen, die Vitamin B12 enthalten. Das Chlorophyll verbessert den Sauerstofftransport im Blut
  • Kakaobohne: Magnesium, Calcium und Eisen sind wichtige Mineralien, die uns die Kakaobohne bereitstellt; ist ebenfalls reich an Antioxidantien und ungesättigten Fettsäuren, die unser Herz- Kreislaufsystem schützen.

Weiter habe ich gestern wieder einen Artikel gelesen, dass Granatapfelkerne jetzt nun wirklich gegen die entzündliche Darmkrankheit Morbus Cohen hilft, den Darm schützt und man nun Medikamente daraus entwickeln möchte. Hier wundere ich mich: Wieso muss ich denn die Wirkstoffe aus einen Nahrungsmittel synthetisieren und teuer von den Pharmafirmen verkaufen lassen, wenn ich die Früchte der Natur einfach essen kann?

Wie sagte Hippokrates: Lass Nahrung deine Medizin und Medizin deine Nahrung sein.

Guten Appetit, zu Ihrem Wohle! 

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