Weizengras – das Kraftpaket aus der Nachbarschaft

Beim Thema Superfood denken die meisten an Quinoa, Chiasamen oder Gojibeeren und fragen sich dann insgeheim „wie schreibt man das eigentlich?“.  Ganz unspektakulär kommt hingegen Weizengras rüber, aber Moment – Gras? Kann man Gras überhaupt essen?

Als ich jedoch zum ersten Mal las, gegen welche Alltagsbeschwerden die einheimische grüne Weizenpflanze helfen soll, konnte ich gar nicht anders, als den „Beipackzettel“ zu diesem Superfood förmlich mit den Augen zu verschlingen: Erschöpfung, Lustlosigkeit, Müdigkeit – ich fühlte mich sofort angesprochen. Zwar hatte ich es zuvor bereits instinktiv mit Ruhe, Schlaf und ausreichend Bewegung probiert, allerdings reichte das verglichen mit früher offensichtlich nicht mehr so richtig aus.

Zudem stieß ich schnell noch auf eine weitere Komponente, die unerlässlich für mein Wohlbefinden und meine Gesundheit sei: Eine ausgewogene Ernährung. Das kam natürlich nicht überraschend, blieb und bleibt im Alltag aber immer wieder gehörig auf der Strecke. Nun sollte Weizengras mir aber genau bei diesen alltäglichen Gebrechen helfen und ich erinnere mich noch genau an den Moment, in dem mich auf einmal eine enorme Überzeugung überfiel und ich mir das Pulver der Powerpflanze zulegte.

Es klang so einfach. Mit Weizengras kann vermutlich jeder zunächst etwas anfangen, das Nahrungsmittel ist einheimisch, es ist in seiner reinsten Form nützlich – also nicht erst nach Zugabe verschiedenster Zusatzstoffe und Chemikalien – und es soll genau die Anliegen lösen, die mir persönlich am Herzen lagen, nämlich die Unterstützung meines Knochenaufbaus, die Regulierung meines Immunsystems und die alltägliche Erschöpfung, die über die Jahre zu meinem Begleiter geworden war.

Bei der profitablen Weizenpflanze handelt es sich um ein Süßgras, das sich schon im frühen Wachstumsstadium zum Verzehr eignet, was bedeutet, dass sich noch keine Ähren ausgebildet haben dürfen.

Schon nach drei Wochen werden die Halme geerntet und getrocknet, bevor sie zu Pulver gemahlen oder zu Tabletten gepresst werden, als die man Weizengras dann einnehmen kann. Spannend fand ich die Möglichkeit, den unverarbeiteten Frischsaft der Pflanze zu trinken. Das sollte man allerdings immer umgehend und anfangs am besten verdünnen, da sonst der entgiftende Effekt zu stark auf den ungeübten Körper einwirken könnte. Eine zu starke Entgiftung? Das ist mal Jammern auf hohem Niveau!

Wer seine tägliche Ladung Chlorophyll abwechslungsreicher mag, kann das Graspulver in Smoothies, Tees, Müslis oder einfach in Wasser einrühren, oder die Halme wie Schnittlauch über Suppen, Brote und Salate streuen – ein Geschmackserlebnis, das meinen Speiseplan durchaus bereichert hat und sobald die Zutat zur Selbstverständlichkeit wird, muss man überhaupt nicht mehr darüber nachdenken. Die Halme sollten jedoch keiner großen Hitze ausgesetzt werden, denn die zerstört die empfindlichen Vitamine.

Ein Tipp am Rande: Pur sind die Grashalme sehr faserig, somit unangenehm zu essen und auch schwerverdaulich. Der Geschmack dieses Superfoods ist übrigens leicht bitter, aber bei den vielen Gefallen, die ich meinem Körper mit Weizengras tue, muss so ein leicht „grüner“ Geschmack einfach sein wie ich finde!

In dem pfiffigen Grünzeug sind so viele Nährstoffe enthalten, dass es zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel auf einen Schlag ersetzen kann. Hierzu zählen beispielsweise Eiweiß, Kalzium, Zink, Eisen, essentielle Aminosäuren, entzündungshemmende Enzyme, Chlorophyll, Selen und Vitamin C. Von Letzterem steckt sogar mehr im Weizengras, als zum Beispiel in Orangen oder in Spinat. Die Pflanzenhalme sind glutenfrei und eignen sich aufgrund ihres Vitamin-B12-Gehalts hervorragend als Fleischersatz bei veganer Ernährung.

Durch die optimale Versorgung mit täglich benötigten Vitalstoffen, die der Körper zum Teil einfach nicht selbst produzieren kann, bewirkt Weizengras also etwas Gutes für mein Immunsystem, denn je ausgeglichener die Versorgung ist, desto besser funktionieren meine Abwehrkräfte. „Immunmodulation“ lautet das Stichwort im Zusammenhang mit Superfoods. „Unterstützen“ ist out – „dauerhaft regulieren“ ist in!

Damit aber noch nicht genug der positiven Eigenschaften. Weizengras enthält Enzyme, die eine entzündungshemmende und regenerative Wirkung besitzen. Das Lutein, das ebenfalls in der Pflanze steckt, kann die Sehkraft stärken und altersbedingten Augenerkrankungen entgegenwirken. Das Highlight hingegen ist das in großen Mengen enthaltene Chlorophyll. Dieses hilft beim Sauerstofftransport im Blut und trägt somit zur Bildung neuer Blutzellen bei, was die Voraussetzung für gesunde und funktionierende Organe ist.

Auf diese Weise wird durch die unterstützende Einnahme von Weizengras also ein Kreislauf angestoßen, der durch minimalsten Aufwand für eine weitreichende gesundheitliche Wirkung sorgt.

Mein Fazit ist somit positiv. Ich fühle mich verstanden, entlastet und frage mich, warum diese Alternative zu Pillen, Pharma und Co. nicht schon viel früher entdeckt worden ist. Dank der Weizenpflanze ist es nicht mehr zwingend notwendig, sich Gedanken über ausgefallene, alternative und vor allem aufwendige Gerichte zu machen, was nicht nur in Sachen Gesundheit, sondern auch im Alltags- und Zeitmanagement ordentlich punktet.

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