Spirulina

Schon zu Beginn meiner Recherche über Spirulina stoße ich auf Namen, die mir noch mehr als bekannt vorkommen. Spirulina ist nämlich kombinierbar mit Chlorella und eine Alternative zum Weizengras – je nach Vorliebe und Bedarf.

Auch wenn Spirulina als Bakterium bezeichnet wird, ist sie eine Gattung der Blaualge. In diesem Fall kommt der Trend aus Kalifornien. Die Bedeutung von Spirulina war der WHO schon 1974 bewusst, als diese die Alge nämlich als „bestes Nahrungsmittel der Zukunft“ bezeichnete. Vierunddreißig Jahre später erinnerte die Food and Agriculture Organization of the United Nations, (kurz FAO ) noch einmal an diese Tatsache und forderte die Menschheit sogar zum aktiven Anbau von Spirulina auf.

Bei Argumenten wie beispielsweise dem, dass die Alge während ihres Wachstums Kohlenstoff in Sauerstoff wandelt und somit sogar der Energiegewinnung dienen könne, kann ich die Begeisterung der Organisationen nachvollziehen.

Spirulina hat ihre bläuliche Färbung durch zahlreiche Pigmente, die das Grün des Chlorophylls überlagern. Dieses Superfood sei sogar so reich an lebensnotwendigen Nährstoffen, dass in der Not das Überleben gesichert wäre, solange man nur sie und etwas Wasser zu sich nehme. Hierbei handelt es sich um alte Legenden, deren Wahrheitsgehalt man zwar nicht am eigenen Leib ausprobieren möchte, aber die Hinweise auf eine leistungssteigernde Wirkung bei Sportlern überzeugen dann doch auf eine vertrauensvolle Weise.

Wie gewohnt erhält man auch Spirulina als Tabletten, Pulver, Flocken oder Zutat in anderen Lebensmitteln. Mit einem halben Liter Wasser nachgespült verteilen sich die Nährstoffe besonders optimal im ganzen Körper, allerdings sollte man darauf achten, eine halbe Stunde nach der Einnahme keinen Alkohol, keinen Kaffee und keine Softdrinks zu sich zu nehmen, denn diese hemmen die gesundheitsfördernde Wirkung der Algen. Auch hier sollte auf kontrollierte künstliche Züchtung geachtet werden (Stichwort Giftstoffabsorption), davon abgesehen ist eine Überdosierung aber auch in diesem Fall eigentlich nicht möglich. Die kurähnliche Einnahme von Spirulina über einen längeren Zeitraum wird sogar empfohlen. Im Gegensatz zu Chlorella, von der man höchstens 10 g am Tag zu sich nehmen sollte, dürfen es bei Spirulina ruhig rund 400 g sein, um einen gesundheitserhaltenden Effekt zu bewirken.

Aber nicht nur in Sachen Dosierung, sondern auch bezüglich des Proteingehalts muss die Blaualge ihre Verwandte Chlorella noch einmal toppen: Mit einem Anteil von 60 bis 70 % ist Spirulina das eiweißreichste bisher bekannte Lebensmittel. Zum Vergleich: In Rindfleisch sind 26 % Eiweiß enthalten. Kein Wunder also, dass dieses Superfood nicht nur für gesundheitlich angeschlagene und mangelernährte, sondern auch für gesunde Menschen von großem Vorteil ist. Bei den Aussichten auf einen verlangsamten Alterungsprozess und der Milderung allergischer Reaktionen ist es also nicht verwunderlich, dass Spirulina sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Speziell jetzt, da der Frühling naht, kommt eine schöne, gesunde Haut gerade recht.

Doch Spirulina überzeugt noch mehr. Durch ihren hohen Nährstoffgehalt bringt sie eine durch Mineralstoffüberschuss entstandene Übersäuerung unseres Körpers wieder in einen basischen Bereich, was ebenfalls Müdigkeit, Erschöpfung, Haut- und Verdauungsproblemen vorbeugen kann (denn diese Begleiterscheinungen bringt Übersäuerung oft mit sich).

Außerdem eine gute Nachricht für Menschen mit Schilddrüsenüberfunktion: Spirulina wächst in nährstoffreichem Süßwasser und enthält somit nahezu kein Jod. Die restlichen Inhaltsstoffe erinnern verdächtig an die von Chlorella und Weizengras: Kalium, Magnesium, Eisen, Karotin, Vitamin C, B-Vitamine, Selen, alle essentiellen Aminosäuren und Chlorophyll.

Erst kürzlich wurde die gesundheitsfördernde Wirkung von Spirulina noch einmal wissenschaftlich belegt. Neben den oben erwähnten Effekten soll die Alge auch Schutz vor Infektionen und Viren, eine entzündungshemmende Wirkung, bessere Blutwerte, die Vorbeugung gegen Karzinome und sogar eine verbesserte Gehirnleistung begünstigen.

Je länger ich darüber nachdenke, desto bewusster wird mir, dass das alles Aspekte sind, mit denen man sich früher oder später auseinandersetzen muss. Mit der richtigen Vorsorge kann diese Auseinandersetzung aber deutlich erfreulicher ausfallen, zumal die Einnahme von Spirulina (und Superfoods im Allgemeinen) derartig unkompliziert gestaltet ist, dass sie sich erstens von jetzt auf gleich und zweitens auch testweise umsetzen lässt.

Wie heißt es so schön? Einen Versuch ist es wert. Und ich bin froh, mich meinem anfänglichen Skepsis widersetzt und die kleinen Helfer ausprobiert zu haben, denn inzwischen möchte ich Spirulina, Chlorella und Co. nicht mehr missen.

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