Mumijo – das seltene Lebenselixier

Der vergangene Winter fühlte sich nicht nur besonders lang an, ich hatte außerdem den Eindruck, dass jeder in meinem Umfeld von der immer gleichen Erkältung geplagt wurde. War der erste Infekt inklusive Nachwirkungen gerade überstanden, hatte die nächste Person im Freundeskreis bereits wieder erste Symptome. Mir drängte sich die Frage auf, ob wir alle noch geschwächt von der letzten Welle waren, oder ob wir überhaupt keine Abwehrkräfte mehr besitzen. Bei der allgegenwärtigen Diskussion darüber, wie man seinem Körper etwas Gutes tun kann, gewinnen natürliche Vitalstoffe daher immer mehr an Bedeutung. Sie bestehen ausschließlich aus Pflanzen oder Pflanzenteilen und unterstützen den Körper bei der Selbstheilung. Bei leichten bis mittelschweren Erkrankungen sind diese Nahrungsmittel mit einer sehr hohen Nährstoffdichte somit eine wichtige Alternative zu den chemischen Mitstreitern. Darüber hinaus sind sie für die Langzeiteinnahme und somit zur Vorbeugung geeignet.

Ein wahres Multitalent möchte ich Ihnen diese Woche vorstellen. Beim Betrachten der dunkelbraunen, fast schwarzen Masse, beginnt mein Gehirn, sich warmes, softes Karamell vorzustellen. Es geht um „Mumijo“, ein harzähnliches Felssekret, das aus Gesteinsspalten des Altai-Gebirges sickert. „Blut“ oder „Öl der Berge“ wird es daher aus vielen Sprachen übersetzt. Mumijo, oder häufig auch Shilajit genannt, aus dem Himalaya, kann auch im sibirischen Altaigebirge gefunden werden und ist somit auch ein wichtiger Bestandteil der russischen Naturheilkunde.

Seine letztendliche Entstehung ist noch nicht vollständig erforscht. Klar ist aber, dass Mumijo nicht aktiv durch Menschen anbaubar ist. Die vorherrschende Theorie ist, dass es sich um Pflanzenreste handelt, die langer, intensiver Sonnenbestrahlung und besonders sauberer Umgebungsluft in über 3.000 Metern Höhe ausgesetzt sind. Diese Umgebung ist ungünstig für Bakterienwachstum, sodass ein langer Fermentierungsprozess stattfindet. Diese Bedingungen machen die kleine Mimose unter den Naturprodukten sehr sympathisch und vertrauenswürdig, wie ich finde. Mumijo ist in seiner Grundform übrigens zähviskos, weswegen meine Gedankenverbindung zu karamellisiertem Lakritz gar nicht so abwegig gewesen ist. Zur Verwertung wird die Masse allerdings häufig zu einer glasartigen Schmelze getrocknet und anschließend pulverisiert.

trocknet dein Mumijo aus, gib einfach 1 bis 2 Tropfen Wasser hinzu und es wird wieder cremig

Was mir an diesem Produkt außerdem gefällt, ist dass man es, neben der gewohnten oralen Einnahme, auch äußerlich anwenden kann. Sofern man nicht das harzartige Naturprodukt zur Hand hat, löst sich das Pulver problemlos in Wasser auf und lässt sich als Paste auf Frakturen, offene Wunden und sogar entzündete Gehörgänge auftragen. In Zäpfchenform unterstützt es sogar bei Hämorrhoidenleiden. Die versteckten Multitalente dieses Effekts heißen Fulvo- und Huminsäure. Sie verleihen Mumijo nämlich eine entzündungshemmende Wirkung und sorgen dafür, dass wirksame Stoffe angereichert, und unerwünschte Stoffe gleichzeitig entfernt werden.

Neben der äußerlichen Anwendung kann Mumijo auch als vorbeugende oder begleitende Kur angewendet werden. Dabei wird eine Messerspitze des harzartigen Mumijos direkt in warmem Wasser oder Tee aufgelöst. Der Geschmack ist etwas erdig, aber gleichzeitig irgendwie „rein“, und löst ein Kopfkino über unberührte Naturszenerien aus. Genau diese intensive Erfahrung gehört für mich dazu. Je nach Vorliebe kann das Getränk aber auch mit etwas Honig verfeinert werden.

Ein Tipp am Rande: Man kennt es vor allem von einigen Medikamenten oder Hormonen, aber auch Mumijo sollte mindestens eine halbe Stunde vor dem Essen eingenommen werden, damit sich die Wirkstoffe uneingeschränkt entfalten können. Da ich mich nach der Einnahme jedes Mal erfrischt und belebt fühle, empfehle ich, den Konsum lieber auf die erste Tageshälfte zu legen.

Weiter wird Mumijo für bessere Blutfettwerte, Hilfe bei Diabetes, Arthritis, Übergewicht und sogar Alzheimer eingesetzt– ich werde skeptisch: Kann es sein, dass Mumijo einfach bei jeglichem Gebrechen empfohlen wird, ohne wirklich etwas Bestimmtes zu können? Auch hierauf gibt es eine Antwort:

Die zunächst vielleicht zweifelhafte „Allround-Wirkung“ kommt dadurch zustande, dass die Einzelkomponenten Synergieeffekte ausbilden und auf diese Weise tatsächlich die Kraft besitzen, verschiedene körperliche Baustellen zu beseitigen.

Die Inhaltsstoffe von Mumijo adsorbieren Giftstoffe und Magensäure, was den Darm nebenbei entlastet und künstliche Säureblocker mal eben überflüssig macht. Diese Info hätte ich gerne schon vor Jahren gehabt. Weiterhin hat sich gezeigt, dass der Inhaltsstoff Strontium bei Osteoporose und Knochenbrüchen helfen kann, durch die Mineralisierung wird nämlich deren Heilung beschleunigt. Neben der für viele sehr wichtigen Stärkung des Immunsystems – speziell der Harn- und Atemwege, sowie der Gehörgänge – wurde außerdem ein positiver Einfluss Mumijos auf die Fruchtbarkeit und die Spermienqualität festgestellt. Dieser eher zufällige Befund wird auf die stärkende und vitalisierende Gesamtwirkung des Naturproduktes zurückgeführt.

 Mumijo stellt sich sowohl als präventiver, als auch als begleitender Verstärker für die Heilung und Stärkung meines Körpers dar. Das rein aus pflanzlichen Sedimenten bestehende Naturprodukt unterstützt meine körperliche, geistige und emotionale Gesundheit und weckt Funktionen in meinem Körper, die mir wichtig sind.

Mein Fazit: Dieses Naturprodukt hat sich eindeutig auch in meiner Hausapotheke einen Platz verdient.

Auf Ihr Wohl!