Die Grillsaison ist eröffnet

Lassen Sie mich zunächst eins klarstellen: Ich bin auf Ihrer Seite! Ich bin auf Ihrer Seite bezüglich der einmaligen Geschmacksnote über Holzkohle gegrillten Fleisches. Auch ich recke mit geschlossenen Augen und seichtem Lächeln meine Nase in die Höhe, wenn ich nach einem Arbeitstag diesen Duft aus den Vorgärten der Menschen wahrnehme, der es nach Monaten der Kälte, der Dunkelheit, des drinnen eingesperrt Seins innerhalb von Sekunden schafft, mir schöne Bilder vor das innere Auge zu zaubern. Für mich bedeutet Grillen Geselligkeit, Sommer und das Zelebrieren der Nahrungsaufnahme. Ein Salzburger Psychologe stellte fest: Grillen aktiviert unsere natürlichen Glückshormone. Grillen macht also glücklich. Grillen weckt unsere Sinne.

Grillen kann krank machen.

Was? Zugegeben, diese Gegenüberstellung ist ein wenig abrupt und so für sich allein stehend auch etwas aufgebauscht, allerdings erfordert die große Liebe der Deutschen zum Garen ihrer Nahrung über dem Feuer drastische Aufklärung. Zu gern werden gesundheitsgefährdende Erkenntnisse nämlich zugunsten des Genusses beschönigt oder verdrängt. Bevor Sie den Artikel gleich wütend wegklicken, mache ich Ihnen folgenden Vorschlag: Erst die Fakten, dann die beruhigenden Alternativen. Hat bei mir auch funktioniert!

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und heterozyklische aromatische Amine (HAA) heißen die Spielverderber, die dafür sorgen, dass wir lieber „mit Köpfchen“ grillen sollten. PAK sind beispielsweise in Gummiprodukten wie Badelatschen oder Koffergriffen enthalten und werden über Hautkontakt in den Körper aufgenommen. Doch vor allem über die Nahrungsaufnahme und die Atmung suchen sich PAK ihren Weg in unseren Körper und stellen dort ein Gesundheitsrisiko dar. Vor allem aber gelten sie als krebserzeugend. Tropft das Fett aus einem Nackensteak ins Feuer, entsteht beim Verbrennen PAK-haltiger Rauch, der unser Essen umhüllt. HAA stehen ebenfalls in Verdacht, sogenannte Adenome im Darm zu fördern, die eine Vorstufe für Dickdarmkrebs sein können. Sie entstehen an der Oberfläche des Fleisches – je dunkler, desto mehr HAA. Auslöser ist in diesem Fall Eiweiß, weswegen Sie proteinhaltiges Fleisch und Fisch keinesfalls über 130 °C garen sollten.

Genug der Ermahnungen, wie können Sie es nun besser machen? Wie Sie sich schon denken können, fängt es mit der Auswahl des Grills an. Gas- und Elektrogrills sind und bleiben einfach gesünder als Holzkohle- oder gar Einwegvarianten. Ihre Temperatur lässt sich sehr genau regulieren. Es gibt keine offene Flamme und, viel wichtiger, keinen Rauch, da Säfte und Fette in einer Auffangschale landen, bevor sie verbrannt werden können. Eine ernstzunehmende Alternative sind Vertikalgrills, deren Glutbehälter sich an der Seite und somit nicht unmittelbar unter dem Grillgut befindet. Hier werden auch Flüssigkeiten aufgefangen und zumindest ein wenig abgeschirmt. Kugelgrills gelten auch unter Profis als Nonplusultra: Der Deckel beschleunigt die Garung und macht sogar das Wenden des Fleisches überflüssig, da die Hitze die gesamte Zeit auch von oben kommt. Aluschalen, die Sie auf den Rost stellen, fungieren ebenfalls als Auffangbehältnis zum Schutz vor Fettrauch. Mit Alufolie können Sie alternativ auch den ganzen Rost abdecken und erzielen eine vergleichbare Wirkung. Bei sehr feuchten, säure- oder salzhaltigen Lebensmitteln sollten Sie jedoch auf Alufolie verzichten. Diese löst sich durch den Kontakt auf und sondert Partikel ab, die wir versehentlich zu uns nehmen könnten.

Und nun Butter bei die Fische und Hühner: Neben magerem Rinderfilet sind Huhn und Fisch (hier ist nahezu jede Sorte grillbar) gesunde und magere Hauptkomponenten für Ihren Grillabend. Achten Sie trotzdem darauf, das Fleisch langsam und am besten mit indirekter Hitze (also nicht direkt über der Glut) bei 110 °C zu garen. Dunkle oder gar schwarze Stellen schneiden Sie sie lieber großzügig ab. Sollte Sie doch ein unerbittlicher Heißhunger auf ein Schweinesteak überkommen, beachten Sie bitte drei Dinge:

1)Greifen Sie nicht zu vormariniertem Fleisch aus dem Supermarkt. Hier können Sie weder an der Optik noch am Geruch erkennen, ob es noch frisch ist.

2)Legen Sie Ihr Fleisch lieber selbst ein – das ist gesünder und individueller. Verwenden Sie kein gepökeltes Fleisch (wie Kasseler oder Leberkäse) zum Grillen. Die Salze können sich unter der Hitze in krebserregende Nitrosamine wandeln.

3)Kombinieren Sie fettiges Fleisch mit einer leichten Beilage!

Womit wir schon beim anschließenden Thema sind: Obst und Gemüse enthalten weniger bis gar kein Eiweiß, das sich in HAA wandeln könnte. Vegetarier können sich beim Grillen schon längst austoben – auch über Sojawürstchen und –steaks hinaus. Garen Sie hartes Gemüse am besten vor und grillen es anschließend nur kurz über, denn durch den hohen Wasseranteil verbrennt die Kost schnell. Mango, Ananas oder Melone können Sie direkt auf den Rost legen, Bananen hingegen fühlen sich in einer Aluschale wohler. Konkrete Rezepte bieten Internet & Co. zuhauf und wahrscheinlich haben Sie selbst schon einen ganzen Fundus an bewährten Leckereien, die Sie gerne zubereiten. Bedenkt man auf lange Sicht also einige wenige Regeln zum Umgang mit krebserregenden Stoffen, gesättigten Fettsäuren und versteckten Kalorien, ist Grillen schnell wieder genau das, was es sein soll: die nährstoffschonendste Garmethode mit sehr wenig Vitaminverlust bei extrem schneller und fettfreier Zubereitung. Und Glücksgefühlen 🙂

Guten Appetit, auf Ihr Wohl!

Der richtige Sonnenschutz

Sie kennen sich aus mit Sonnenschutz? Dessen war ich mir auch sicher – und trotzdem ist es wieder passiert. Ostern 2019, gönnerhaftes Feiertagswetter, ein Ausflug ans Wasser und die unterschätzte Sonne. Man sieht bis heute, bis wohin die Ärmel meines Shirts reichten und dieses „Tattoo“ muss ich jetzt wohl den Rest der Saison ertragen. Geschieht mir vielleicht Recht, denn auf die Wettervorhersage hätte ich durchaus hören und mich entsprechend auf Mittagshitze & Co. einstellen können. Aber „was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu“ – und so versorge ich Sie in diesem Blog mit den wichtigsten To-Do’s in puncto Sonnenschutz. Klar, vieles kam mir bekannt vor, es gab aber durchaus einige Fakten, die ich so noch nicht wusste und entsprechend nicht berücksichtigt habe.

Sonnenbrand, das sind schlicht und einfach Entzündungen in unseren tieferen Hautschichten. Seit fünfzehn Jahren wird bereits an einer Impfung gegen Hautkrebs geforscht, die es, trotz vereinzelter erster Erfolge, aber bis heute nicht gibt. Umso mehr sind wir selbst dafür verantwortlich, unser größtes Organ, das uns nach außen hin repräsentiert, schützt und ziert, vor Beschädigungen zu bewahren. Und das am besten das ganze Jahr über, denn die Sonnenintensität variiert nach Tages- und Jahreszeit – ist aber immerzu da. Zwar halbiert sie sich im Schatten oder hinter einer Wolkendecke, an Wasser oder Sand erhöht sie sich hingegen um gefährliche 85 %. Es gilt: je heller die Haut, desto höher muss der Lichtschutzfaktor (LSF) sein. Schon macht sich erste Unsicherheit breit: Welchen Hauttyp habe ich eigentlich? Unterschieden werden vier Hauttypen, die an dieser Stelle kurz definiert werden, um Ihnen bei der Einordnung zu helfen.

Keltisch: sehr helle Haut, oft mit Sommersprossen und roten Haaren, wird ausschließlich rot und nie braun, Eigenschutz maximal zehn Minuten

Germanisch: helle Haut mit blonden bis hellbraunen Haaren, wird immer rot, anschließend aber oft braun, Eigenschutz maximal zwanzig Minuten

Dunkelhäutiger Europäer: hellbraune Haut mit dunkelblonden bis brünetten Haaren, wird manchmal rot, aber immer braun, Eigenschutz maximal fünfundzwanzig Minuten

Mediterran: olivfarbene bis gebräunte Haut mit dunklen Haaren, wird nie rot, sondern immer braun, Eigenschutz maximal dreißig Minuten

„Eigenschutzzeit“ meint übrigens die Zeitspanne, in der Ihre Haut in der Lage ist, sich ohne Sonnencreme durchzubeißen. Aber „eingecremt“ ist nicht gleich „eingecremt“ und es gilt, einige wichtige Regeln zu berücksichtigen, bevor Sie sich der UV-Strahlung aussetzen. UVA-Strahlen sind übrigens diejenigen, die für die Hautalterung verantwortlich sind, während UVB-Strahlen die gefährlichen Sonnenbrand- und Krebsauslöser darstellen. Seit einer neuen EU-Richtlinie müssen außerdem beide UV-LSFs auf Sonnenschutzprodukten angegeben werden.

Vorher: Tragen Sie Ihren Sonnenschutz mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad auf. Als Faustregel gilt, ca. sechs EL Creme für Ihren gesamten Körper zu verwenden. Erst dann greift der auf dem Produkt angegebene Schutz! Mehrmaliges Nachcremen verdoppelt dabei übrigens nicht den LSF, denn UV-Schutz wird immer nur einmal am Tag aufgebaut, bevor die Haut wieder eine Pause braucht.

Besonderheiten: Ihre Gesichtshaut benötigt täglichen Sonnenschutz – das ganze Jahr über. Sie ist sehr empfindlich und altert durch UVA-Strahlen schneller. Achten Sie beim Sport darauf, sich noch großzügiger einzucremen, denn Körperschweiß macht den Schutzfilm löchrig und somit irgendwann obsolet. Es gibt sogar Sonnencremes, die kühlen, Insekten abwehren, Körpergeruch entgegenwirken, oder den Bräunungseffekt durch Pro-Melanin unterstützen. Testen Sie einfach durch, was Ihnen am meisten zusagt. LSF 30 sollte dabei aber das Minimum sein!

Wasserfestigkeit: Als „wasserfest“ darf ein Produkt ausgezeichnet werden, wenn es nach zwei Wasseraufenthalten noch zur Hälfte vorhanden ist. Auch diese Präparate verlieren nach dem Baden und Abtrocknen aber ihre Wirkung und sollten spätestens nach zwei Stunden neu aufgetragen werden. Denken Sie außerdem an Ihre Kopfhaut! Hierfür gibt es transparente Sprays, die nicht kleben.

Nachher: Nehmen Sie sich unbedingt noch die Zeit, nach dem Sonnenbad eine milde, unparfümierte After-Sun-Pflege aufzutragen. Sie kühlt, spendet Feuchtigkeit und hilft der Haut bei der Regeneration, denn Sonne bedeutet Stress.

Es ist doch passiert und Sie haben sich einen Sonnenbrand zugezogen? Nicht verzagen. Wenn es sich lediglich um eine leichte Rötung ohne Blasen handelt, können Sie von folgenden Hausmitteln Gebrauch machen, um das Brennen und das Spannen zu lindern:

Umschlag aus kaltem Kamillentee (nicht im Gesicht anwenden)

Molkebad (400 g süßes Molkepulver in lauwarmem Wasser auflösen, fünfzehn Minuten baden, anschließend nicht abtrocken; hilft auch gegen Juckreiz)

Haferflockenbad (drei Tassen Haferflocken, ein Liter gekochtes Wasser, beides in kühles Wasser gießen und fünfzehn Minuten baden)

Aloe-Vera-Gel (Fertigprodukt oder direkt aus der Pflanze) oder rohe Gurkenscheiben

Apfelessig (zwei EL mit einem halben Liter kühlem Wasser vermischen und die betroffenen Stellen über den Tag verteilt mit der Tinktur benetzen)

Joghurt-, Vollmilch– oder Quarkwickel (Baumwolltücher darin tränken und dreißig Minuten auf die betroffenen Stellen legen; auch mit Leinsamen möglich)

Wir erhalten die Quittung unseres Körpers nicht immer sofort, in vielerlei Hinsicht ist er sehr geduldig und macht den einen oder anderen Fehltritt mit sich selbst aus. Diese Geduld sollten Sie unter keinen Umständen überstrapazieren. Denken Sie langfristig. Auch auf die Gefahr hin, altmodisch oder neunmalklug zu klingen.

Auf Ihr Wohl!

Sodbrennen: nur ein unbedenkliches Symptom?

In den vergangenen Blogs ist es schon mehrfach um „eine beruhigende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt“ gegangen. Es gibt viele Maßnahmen, wie man seinem Körper im Allgemeinen, vor allem aber auch seinem Zentrum, etwas Gutes tun kann. Denn nicht nur Liebe geht durch den Magen, auch viele andere Gemütszustände machen sich als erstes in unserer Bauchgegend bemerkbar. So weit, so normal. Was aber, wenn das ungute, gar schmerzhafte Gefühl in der Brust zum Dauerbegleiter wird und beginnt, die eigene Lebensqualität deutlich einzuschränken?

Ungefähr 20 % der Deutschen leiden unter der Volkskrankheit Sodbrennen. Was viele aufgrund der alltäglichen Verwendung des Wortes „Sodbrennen“ nicht wissen, ist dass es lediglich eine Folge bzw. Beschwerde ist, die von einem anderen körperlichen Defekt herrührt: Reflux. Das ist schlicht und einfach der – nicht vorgesehene – Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre. Diese ist nämlich durch ein „Ventil“ vom Magen getrennt, sodass eben dieser Rückfluss normalerweise verhindert wird. Leider gibt es diverse Situationen, die den reibungslosen Ablauf des Verdauungsvorgangs stören. So oder so – Mageninhalt hat in der Speiseröhre (und aufwärts) nichts zu suchen und führt verständlicherweise zu Beschwerden und Spätfolgen, mit denen nicht zu spaßen ist. Die gute Nachricht an dieser Stelle ist, dass Hilfe auch fernab von Säureblockern, Protonenpumpenhelfern & Co. naht und eine refluxgerechte Lebensweise deutliche dauerhafte Erfolge erzielen kann. Wie in den meisten Fällen fängt das Umdenken vor allem im Alltag an, es gibt aber auch die Möglichkeit, seinem Körper anhand der Ernährung auf die Beine zu helfen. Diese Woche habe ich also leicht umsetzbare Kniffe für Sie zusammengestellt, mit deren Hilfe Sie Ihrem Sodbrennen schon bald von Weitem zuwinken können.

Was die Ernährung betrifft, merken Sie sich am besten drei Regeln: Keine Säure, nichts Blähendes und nichts Fettiges. Auch unabhängig von Sodbrennen wird Ihnen diese Ernährungsweise gut tun. Torten, Pommes und andere Leckereien fallen zwar leider in diese Kategorie, aber bei Obst, Gemüse und magerem Fleisch darf wiederum nach Herzenslust zugeschlagen werden. Hier eine kleine Auflistung der größten Fehltritte, die Sie bei einem empfindlichen Magen machen können:

Meiden Sie (zumindest in akuten Phasen, am besten aber langfristig)…

Nikotin, Kaffee und heiße Schokolade

Alkohol

Kohlensäure

grobes Vollkorn

fettige und frittierte Lebensmittel

Süßigkeiten / konzentrierten Zucker

Gebratenes und Gegrilltes

Fertiggerichte

starke Gewürze, auch Knoblauch und Zwiebeln

sehr säurehaltiges Obst (wozu auch Ananas und Himbeeren zählen)

schwer verdauliches Gemüse (wie Hülsenfrüchte, Lauchzwiebeln, Tomaten oder Paprika)

Sahne und Vollmilchprodukte

Klingt nach einer ganz schön langweiligen und gemeinen Diät? Betrachtet man diese Umstellung weniger als Strafe und bedenkt, wie viele Negativfolgen die aggressive Magensäure auf Organe und Psyche hat, wird dieses langfristige Umdenken schnell zur Selbstverständlichkeit werden. Sie müssen nicht auf einen Schlag alles weglassen. Das eigene Ernährungsbewusstsein ist nicht zu unterschätzen. Hat man früher noch gedankenlos zur Chipstüte gegriffen und sich anschließend mit vollem Magen für ein Schläfchen hingelegt, überlegt man auf lange Sicht schnell zweimal, ob es der milde Früchtetee am Morgen anstelle von Kaffee nicht auch tut, oder ob dieser hastig verschlungene Donut jetzt wirklich nötig ist. Neben der Ernährung gibt es dann außerdem Tipps und Tricks, deren Nichteinhaltung Sie, weil einfach unterschätzt oder nicht bedacht, zusätzlich mit dem Brennen in der Brust piesackt:

Erhöhen Sie das Kopfteil Ihres Bettes um ca. 8 cm.

Versuchen Sie, vier Stunden vor dem Zubettgehen nichts mehr zu essen und sich auch tagsüber mindestens zwei Stunden nach der Nahrungsaufnahme nicht in die Waagerechte zu begeben.

Tragen Sie keine zu eng anliegende Kleidung (Corsagen, Hosenbund, Gürtel u. v. m.).

Vermeiden Sie starkes Übergewicht und Stress, so gut es Ihnen möglich ist.

Versuchen Sie, über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen, anstatt nur selten, aber dann viel zu essen.

Verständlicherweise beschäftigt Sie nun vielleicht die Frage: Was darf ich denn dann überhaupt? Da bleibt schon noch eine Menge übrig und die Gegebenheit, mal über den Tellerrand hinaus schauen zu müssen, kann auch sehr erfinderisch machen. Essen und trinken Sie sich zum Beispiel gerne satt an…

gerbstoffarmen Tees (Kamille, Fenchel, Kümmel, Anis u. v. m.)

mildem Obst wie Äpfeln, Birnen, Melonen, Bananen und Pfirsichen

fettarmem Fleisch (gekocht, wie Hühnchen, Truthahn oder Fisch)

Süßigkeiten mit weniger als 3 g Fett (in Maßen)

Mandeln (sehr basisch)

Nahrungsmitteln mit hohem Kaliumanteil (siehe auch Apfelessig, wie in unserem Getränketipp „Switchel“, Moringa oder Spirulina)

Es gibt Menschen, die mit Sodbrennen leben können und denen auch nach ärztlicher Untersuchung bestätigt wird, dass sie nichts weiter unternehmen müssen, solange sie die Symptome nicht übermäßig stören. Genau so vielseitig sind aber auch die Auslöser, die andere wiederum zu einer Veränderung zwingen: säurebedingte Heiserkeit, Stimmbandzysten, Schlafstörungen durch den aufsteigenden Mageninhalt, fehlgedeutete Atemnot durch das Brennen in der Brust… Der körperliche Grund ist letztendlich so individuell wie der seelische Wunsch nach Wohlbefinden auch. Überraschen Sie sich einfach mal selbst mit einer kleinen Veränderung in Ihrem Leben! Oft ist der Weg das Ziel und eröffnet Ihnen Erkenntnisse, die Sie noch viel breiter gefächert anwenden können, als es ursprünglich geplant war.

Auf Ihr Wohl!

Wenn plötzlich alle Pollen wollen…

Für alle, die sich, wie ich, als ich zum ersten Mal auf die Thematik gestoßen bin, ungläubig die Augen reiben, auf einmal ein pelziges Gefühl auf der Zunge haben und plötzlich meinen, dass ihnen das Schlucken schwer fällt: Ja, Sie lesen richtig – Pollen zum Essen! Heute wird aufgeräumt – mit Fragezeichen und Missverständnissen zum Thema Bienenpollen.

Um Ihnen gleich ein angenehmeres Bild vor das innere Auge zu zaubern, sei an dieser Stelle vor allem die Konsistenz des heutigen Superfoods geklärt. Pollen kennen wir als gelbes Pulver, das aus den Staubgefäßen einer Pflanze zur Befruchtung einer anderen transportiert wird. Dieser Staub ist so fein, dass man ihm nahezu keinen Aggregatzustand zuordnen könnte. Zum Transport vermengen Bienen ihn daher mit ein wenig Speichel und heften ihn an ihre Beine. Auf diese Weise entstehen die so genannten Pollenhöschen, anhand derer sie ihre Errungenschaft bequem zum Bienenstock befördern können, denn auch Bienen selbst ernähren ihre Brut mit Blütenpollen. Durch dieses Prozedere entstehen runde, gelbe Kügelchen, die vom Imker aufgefangen, gereinigt und getrocknet werden. Wir sprechen also keinesfalls davon, auf Blütenköpfen herumzukauen oder gar Pulver pur zu löffeln. Der granulatähnliche Zustand macht den Verzehr dieses gesunden Naturprodukts so unkompliziert wie nie.

Wo wir gerade beim Verzehr sind: Empfohlen wird eine tägliche Startmenge von ein bis zwei Teelöffeln Bienenpollen am Morgen. Über die Zeit können Sie den Konsum bei Bedarf auf bis zu einen Esslöffel steigern. Pur schmecken die Kügelchen den meisten Konsumenten zu intensiv, weswegen es besonders beliebt ist, sie als Topping auf alles zu streuen, was Oberflächen-Grip bietet: Marmeladenbrote, Müslis, Obstsalate… Oder Sie mischen das Supergranulat in ihre Milch, ihren Saft etc. Bezüglich Kaffee und Tee scheiden sich die Geister. Während man Onlinequellen findet, die den Mix mit Heißgetränken für unbedenklich halten, gibt es ebenso Stimmen, die genau davon abraten, damit die Hitze nicht die unzähligen wertvollen Nährstoffe der Pollen zerstört.

Ein Forscher behauptete einst sogar, Bienenpollen seien ein vollkommenes Lebensmittel, da sie alles enthielten, damit der Körper funktioniert. Damit lag er bei genauerem Hinsehen gar nicht so falsch, weswegen ich einige der unzähligen Nährstoffe für Sie zusammengetragen habe, denn der eine oder andere wird nur sehr vage vermuten können, was im Naturprodukt der Woche alles so steckt.

Betrachtet man also die Inhaltsstoffe von Bienenpollen, wird nachvollziehbar, wieso das Nahrungsmittel den Ruf hat, „vollkommen“ zu sein. Es enthält die Vitamine B, C, D und E, Spurenelemente, Mineralstoffe, Kohlenhydrate, Antioxidantien, Magnesium, Zink, Phosphor, Eisen und erstaunlich viel Eiweiß, weswegen viele Sportler auf die gelben Kügelchen schwören. Das enthaltene Kalzium hilft zudem, Osteoporose vorzubeugen. Phytosterine und Flavonoide sorgen für ein leistungsfähiges Herz, starke Gefäße und Abwehrkräfte. Aber werfen wir einen genaueren Blick auf einige ausgewählte Inhaltsstoffe…

Amino- und Fettsäuren, sowie Mineralstoffe gelten als wahres Kräftigungsmittel, z. B. nach Krankheiten. Aber auch im Alltag wirken sie Stress und innerer Unruhe entgegen, wobei sie gleichzeitig die Leistung und die Konzentration fördern. Die stimmungsaufhellenden Eigenschaften dieser Substanzen können eine natürliche Unterstützung bei Depressionen sein, allerdings sind die Meinungen diesbezüglich geteilt. Da es sich aber um ein Naturprodukt handelt, das – außer für Allergiker – keinerlei Nebenwirkungen hat, empfehle ich hier einfach Probieren statt Studieren 🙂

Wie auch Honig wirken Bienenpollen antibakteriell, was Sie sich sowohl äußerlich (bei Pickeln) oder innerlich (bei Entzündungen im Mundraum oder der Luftwege) zunutze machen können. Gleichzeitig unterstützen die kleinen Helfer die Zellerneuerung und versorgen Ihre Haare und Ihre Haut mit allerlei Nährstoffen. Antioxidantien sind ebenfalls dafür bekannt, die Hautalterung zu verlangsamen, außerdem wirken sie Krebs und Schlaganfällen entgegen.

Auch unser Verdauungstrakt kann von Bienenpollen profitieren. Bienenenzyme und Milchsäurebakterien sorgen nämlich für den Aufbau einer gesunden Darmflora und fördern die Aufnahme essenzieller Nährstoffe für den Körper. Weichen Sie die Kügelchen vor dem Verzehr am besten ein wenig auf, das macht die Schutzschicht der Pollenkörner verdaulicher. Kauen Sie das Superfood zudem gut und intensiv durch. Das Schöne ist, dass die Kohlenhydrate von Bienenpollen den Blutzuckerspiegel nicht beeinflussen, kaum Kalorien und Fett enthalten, natürlich süß schmecken und durch Phenylalanin einen appetitzügelnden Effekt haben. Durch die Einnahme von Bienenpollen besteht also kein Risiko einer Gewichtszunahme.

Als Allergiker oder Heuschnupfengeplagte sollten Sie die Einnahme dieses Superfoods lieber therapeutisch begleiten lassen, denn die Kügelchen können bei zugrunde liegender Veranlagung allergieauslösend wirken. Sollte der Einnahme in Ihrem Falle nichts entgegenstehen, können Sie das Nahrungsmittel über mehrere Jahre rechtzeitig vor der Pollensaison zu sich nehmen und somit einen Desensibilisierungseffekt erzielen. Verwenden Sie hierfür nur Bienenpollen einheimischer Herkunft.

Es dürfte außer Frage stehen, dass Bienenpollen als Nahrungsmittel (noch) nicht den gleichen Bekanntheitsgrad genießen wie andere Mitglieder aus der Superfoodfamilie. Auffällig ist jedoch, dass sich das Produkt in Sachen Inhaltsstoffen und Gesundheitsunterstützung erstaunlich gut sehen lassen kann, sodass es sich als natürliche und leckere Ergänzung zu einer vollwertigen Ernährung erweist. Sie haben Appetit bekommen? Nur zu!

Auf Ihr Wohl!