Lieber Körper, was brauchst du? (Erkenntnismoment, Teil 2)

Ich habe vor einigen Monaten bereits von Immunmodulation gesprochen. Also von der dauerhaften Anpassung gewisser Faktoren im Vergleich zur schnellen Akuthilfe. Genau hier liegt doch der treffende Punkt: Geht es uns schlecht, wollen wir sofort, dass es aufhört. Unterstützt werden wir dabei von Medikamenten (die uns gleichzeitig aber wichtiger Nährstoffe berauben). Es ist ja auch wirklich schön: Blähungen? Lefax! Sodbrennen? Talcid! Kopfschmerzen? Ibuprofen! (Es handelt sich bei dieser Auflistung nicht um Empfehlungen, sondern lediglich um willkürliche Gegenüberstellungen.) Was aber nun, wenn die Kopfschmerzen am zweiten und dritten Tag immer noch da sind? Laut Packungsbeilage ist jetzt langsam Schluss mit der gedankenlosen Selbstmedikation, aber wird sind doch so genervt und gestresst und diese Kopfschmerzen passen uns jetzt gar nicht… Unser Körper ist nun eventuell an einem Punkt, an dem aus einer momentanen Verletzung ein dauerhafter Schaden geworden ist und er uns dringend etwas mitteilen möchte. Lieber Körper, was brauchst du? Wenn ich online so recherchiere und stöbere, macht sich ein Eindruck in mir breit, mit dem ich gerne aufräumen möchte: Vorsorge ist nicht spießig!

Ich möchte und werde an dieser Stelle keine Grundsatzdiskussion ins Leben rufen, aber mir drängt sich immer wieder die rhetorische Frage auf, warum Gutes aus der Natur denn so penetrant von chemischer Künstlichkeit überlagert und verdrängt wird? Natürlich kann nicht jeder Mensch auf dieser Welt zu seiner eigenen Versorgung Medizin studieren, aber im Jahr 2019 sind wir endgültig so abhängig von Dritten, dass wir quasi immer nur die gleichen fünf Dinge zu uns nehmen, die gerade propagiert werden. Spurenelemente wie Schwefel oder Chrom kommen da natürlich mehr als einmal zu kurz und werden uns, wenn überhaupt, immer erst dann verordnet, wenn es mal wieder höchste Eisenbahn oder sogar zu spät ist.

Ernährungsrevolutionen wie Veganismus, Healthy Food oder die Selbstversorgungsbewegung empfinde ich daher mehr denn je als Hilferuf. Die Menschen suchen etwas, mit dem sie sich unter dem Schock ihrer eigenen Schnelllebigkeit identifizieren können. Und warum? Ich habe den Eindruck, dass sich das Überangebot an Lebensmitteln und Restaurant-Philosophien (siehe All you can eat) zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs und heute ganz besonders rasant „zerlebt“ hat. Wissen wir denn überhaupt noch, wie sich die Grundbedürfnisse unseres Körpers wirklich anfühlen? Wie sich echte Entspannung, zum Beispiel nach einem Saunagang, von dem zwischengeschobenen und oft zu kurzen Schlaf während der Arbeitswoche unterscheidet?

Immunmodulation, oder schlicht und einfach Umdenken, kann sich plötzlich oder schleichend integrieren. Superfoods sind für viele (Gegner) einerseits immer nur drei, vier Standardprodukte und andererseits mit unverständlichen Hintergrundinformationen vollgepackt. Das rührt unter anderem aus der Kontroverse zwischen unserer anerzogenen, selbstverständlichen Nahrungsaufnahme (auch Genuss genannt) und dem bewussten und gezielten Zuführen bestimmter Nährstoffe. Haben Sie sich beim morgendlichen Müsligenuss von Heidelbeeren jemals die Gedanken zu der blauen Frucht gemacht, die zum Beispiel in unserem Blogeintrag angekratzt (!) wurden? Wenn ich von mir selbst vor einigen Jahren spreche: Ich nicht. Doch nahezu jedes Superfood ist für mindestens eine besondere Eigenschaft bekannt, für die man es dann nach Belieben aussuchen, ausprobieren und bei Bedarf auch wieder „absetzen“ kann. Sie müssen sich gar nicht jedes Mal mikrobiologisch mit Mumijo, Bienenpollen & Co. beschäftigen – wenn Sie einmal das Naturprodukt gefunden haben, das Sie bei einem bestimmten Anliegen unterstützen soll, müssen (oder dürfen 🙂 ) Sie es nur noch verzehren und es arbeitet im Hintergrund Ihres Körpers alleine weiter. Natürlich ist ein angemessener Gesamtlebensstil mit einer für Sie umsetzbaren Portion Bewegung hier die unausgesprochene Voraussetzung. Zaubern können Superfoods nicht – aber das können Medikamente genau so wenig!

Vielleicht stellen Sie mit der Zeit ja Effekte fest, die Sie noch gar nicht kannten? Vielleicht lernen Sie Ihren Körper ja neu kennen? Vielleicht ist die vom Hautarzt verschriebene Standardsalbe gar nicht die ultimative Antwort auf die Frage, die sich Ihnen stellt, wenn Sie Ihre Haut im Spiegel betrachten…

Wir müssen lernen, wieder wertschätzend zu essen. Und wir dürfen ruhig auch mal offen gegenüber dem Gesundheitsdenken anderer Kulturen sein. Nur als gut gemeinter Denkanstoß aus Übersee oder Fernost. Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches in-sich-Gehen 🙂

Auf Ihr Wohl!

Lieber Körper, was brauchst du? (Erkenntnismoment, Teil 1)

Sie fragen sich vielleicht schon seit einiger Zeit: Was ist das eigentlich mit diesem Healthy Food? Hatten Sie auch den Eindruck, dass der Hype plötzlich da und dann überall war? Ich empfinde Ernährung manchmal ein bisschen wie Mode: Sobald sich das, was gerade erschienen ist, einigermaßen etabliert hat und von der Masse praktiziert wird, wird längst schon wieder an der nächsten „Kollektion“ gebastelt. Müssen wir denn wirklich in regelmäßigen Abständen wieder etwas Neues in unseren Speiseplan integrieren?

Ich finde, das kommt auf den Betrachtungswinkel an. Wer nur oberflächlich von außen beobachtet, welche Neuheiten wieder auf dem Markt erscheinen und was diese alles können sollen, der mag wohlmöglich den Überblick verlieren. Es geht aber bei Weitem nicht darum, eine Liste an Nährstoffen abzuarbeiten, die man täglich zu sich nehmen muss und somit Tag für Tag abhakt. Superfoods, als die auch wir unsere Produkte liebevoll bezeichnen, sind ein schier unendliches Angebot, anhand dessen wir unserem Körper zwischen Job, Familie, Freunden und Selbstverwirklichung etwas zurückgeben können.

Ich kam neulich nicht umhin, an meinen allerersten Blogeintrag zu denken. Als ich zum ersten Mal mit dem Thema Superfoods konfrontiert wurde, war auch ich ja zunächst genervt. Machen wir uns nichts vor – die Menschen sind Neuem gegenüber nun einmal von Natur aus skeptisch und auch bequem eingestellt. Wenn sich etwas etabliert hat und sich demzufolge über Jahrtausende herumspricht, warum sollten wir dann etwas ändern? Eine Umstellung bedeutet Aufwand, Mühe. Aber gewisse Dinge – und zwar vor allem die, die wir als sinnvoll einstufen – gehen so schnell in Fleisch und Blut über, dass man manchmal gar nicht mehr weiß, wie man eigentlich vorher so (unvernünftig) gelebt hat – zum Beispiel, indem Sie irgendwann ganz selbstverständlich zum Wasser anstatt zur Cola greifen, ohne dass Sie etwas vermissen würden. Funktioniert auch bei Kaffee!

Wieder zurück zur Modebranche: Jeder kann sich hier die Kleidungsstücke herauspicken, die ihm gefallen. Die Natur wird zur metaphorischen Shopping Mall, die alles gibt, um uns zu zeigen was möglich ist. Und grundsätzlich ist es doch durchaus positiv, dass es irgendwo Menschen gibt, die dafür sorgen, dass uns nicht langweilig wird (sowohl bezüglich der Kleidung, als auch bezüglich der Ernährung). Ich habe schon mehrfach erwähnt, dass es kein Superfood gibt, das alles kann. Doch auch hier gilt: steter Tropfen höhlt den Stein. Und jeder kleine Nährstoff ist besser als gar kein Nährstoff.

Das zweite Stichwort, weswegen es sich durchaus lohnt in sich zu gehen, ist Vorsorge. Hier denke ich als erstes an Versicherungen. Sind Sie der Risiko- oder der Sicherheitstyp? Finden Sie, man sollte lieber rechtzeitig an die Zukunft denken, oder genießen Sie lieber ausgiebig das Jetzt? Ich zum Beispiel habe mich durchaus immer für einen Genießer gehalten. Ich lebe nicht rücksichts- und gedankenlos in jeden Tag hinein, aber immer nur Vernunft walten lassen? Das hält doch auch niemand aus. Neulich saß ich dann nach einer routinemäßigen Blutentnahme bei der Ergebnisbesprechung und habe mich dabei ertappt, wie ich doch ein klein wenig nervös wurde. Innerlich war ich auf einmal auf die Nachricht gefasst, dass man meine Zucker- und Cholesterinwerte im Auge behalten müsse. Doch zu dieser Nachricht kam es nicht. Na klar, das bedeutet jetzt weder, dass ich überhaupt nicht auf meine Ernährung achten muss, noch, dass die eine oder andere Ausnahme wirklich wer weiß was anrichten würde.

Und doch: So eine Organismus-Lebenszeit ist begrenzt. Dass bisher dreißig, vielleicht vierzig Jahre lang alles gut gegangen ist, unser Körper uns eine Menge hat durchgehen lassen und wir uns im Großen und Ganzen fühlen wie immer, bedeutet nicht, dass unser Lebensstil keine Spuren hinterlässt – positiv wie negativ. Ich habe vermehrt den Eindruck, dass Bewegung immer mehr zum ausgefallenen Hobby einer Randgesellschaft wird. Der (arbeitende) Großteil der Bevölkerung schiebt Sport gerne mit mannigfaltigen Ausreden vor sich her – manchmal ein Leben lang. Bei dem einen geht das gut, bei dem anderen rächt sich das. Die nächste Mangelware im Kontrast zur Bewegung sind qualitative Ruhephasen. Für Schlaf fehlt die Zeit. Wer auf Pausen besteht, wird kurzerhand ersetzt. Auch hier gilt: Der Körper spielt da zwar mit – zumindest nach außen hin. Aber es kommt der Tag, an dem irgendetwas auf einmal anders oder gar nicht mehr funktioniert. Der erste routinierte Gang führt zum Arzt. Und der mag auf einmal die Information haben, dass es sich um einen irreparablen Verschleiß handelt. In diesem Moment wird die imaginäre Gedankenblase über dem Kopf aufploppen und der Betroffene sich fragen, was er wann hätte anders machen können.

Unter all der Andersmacherei ist Ernährung dann doch eigentlich der einfachste Faktor, meinen Sie nicht? Wenn man es richtig angeht, ist das Ganze auch noch mit Genuss oder einem Hobby verbunden. Ich sehe ein, dass nicht unbedingt jeder das Interesse daran teilt, einen Chaga-Pilz genussvoll aufzukochen. Aber auch, wenn Sie zu den Eiligen gehören, für die die Nahrungsaufnahme ein Mittel zum Zweck ist, können Sie „nebenbei“ so vieles besser und richtig machen, denn die meisten Umstellungen sind so unbemerkt integrierbar, dass Sie gar keine Gegenargumente mehr finden werden 😉

Wir lesen uns hierzu nächste Woche wieder – bis dahin auf Ihr Wohl!

Kakaobutter: die komplexe Substanz der Kakaobohne

Es kommt vor, dass mir beim Anblick gewisser Produkte das Wasser im Mund mehr zusammenläuft, als bei anderen Artikeln – und dabei geht es wirklich nur um den reinen Anblick! Über Kakao-Nibs als Superfood habe ich schon einmal geschrieben. Diese dunklen, vollmundigen Bruchstücke der Kakaobohne erwiesen sich dabei gleichzeitig als Stimmungsaufheller und auch als gesunder und leckerer Energiespender. Aber nicht nur die Bohne selbst, sondern auch die Butter hat es mehr als in sich. Sie entsteht, indem die Bohne aus der Schote gelöst und zu einem extrem feinen Brei gemahlen wird, der anschließend in Pulver und Fett getrennt wird. Dieses Fett ist die so genannte Kakaobutter, seidig und nahrhaft, kaltgepresst und blassgelblich wie weiße Schokolade… Der Geruch erinnert nur sehr dezent an Kakao, geschmacklich wiederum liefert das Fett alles, was man von Kakao erwarten würde.

Bei Kakaobutter gibt es große Qualitätsunterschiede. Nur biologischer Anbau garantiert Chemiefreiheit und eine schonende Herstellungsweise, denn nur so bleiben sowohl die Nährstoffe, als auch die Aromen erhalten. Und wie Kenner schon wissen, enthält Kakao in seiner reinen Form davon enorm viele. Ich betone „reine Form“ deswegen so, weil Produkte, die man im Supermarkt erhält, bereits mehrfach erhitzt und verarbeitet worden sind. Hier ist nahezu nichts mehr von der ursprünglichen, nahrhaften Kakaobohne übrig. Die Butter ist eigentlich sogar ein Abfallprodukt bei der Schokoladenproduktion. Neben dem schokoladigen Geschmack verleiht Kakaobutter aber nicht nur Lebensmitteln einen cremigen Schmelz, sondern ist auch zur Körperpflege und für Wellnessanwendungen bestens geeignet. Das Fett per se fungiert dabei nicht nur als Feuchtigkeitsspender, sondern gleichzeitig auch als Transportmittel für zahlreiche weitere Inhalts- und Nährstoffe, wie natürliche Antioxidantien, Magnesium, Zink, Schwefel, Chrom und Vitamin C. Diese Zusammensetzung und die feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften von Kakaobutter machen die Substanz innerlich wie äußerlich zu einem wahren Anti-Aging-Star, denn sie gilt als intensiv pflegender Wirkstoff, der tief in die Haar- und Hautstruktur eindringt. Dabei wirkt sie beruhigend und pflegend.

Kakaobutter als ganz besonderer, natürlicher Rohstoff ohne chemische Zusätze löst keine Allergien aus. Besonders zur Behandlung von Dehnungsstreifen oder empfindlichem Narbengewebe auf der Haut, zum Beispiel nach Operationen, eignet sie sich daher sehr und findet in der therapeutischen Kosmetik großen Zuspruch. Sie löst sich gut auf der Haut und macht sie geschmeidig und dehnbar, denn ihr Schmelzpunkt liegt bei Körpertemperatur. Deswegen ist Kakaobutter auch perfekt für Massagen geeignet – sie lässt sich einwandfrei verteilen und bewirkt ein weiches, samtiges Hautgefühl, sowie einen leichten Glanz. Dabei kann sie täglich verwendet werden.

Doch zurück zu meinem wässrigen Mund. Wer sich auch „von innen verwöhnen“ möchte, der kann mit Kakaobutter gut und gerne genau das tun, wonach sie auch klingt: sie essen! Denn was positiv für Haut und Haar ist, das kann auch dem Organismus enorm viel geben. Gute organische Kakaobutter ist komplett frei von Kohlenhydraten. Die über 800 Kalorien pro 100 g kommen allein durch Fett zustande – denn das ist Kakaobutter ja nun mal. Zu einem Großteil sind das allerdings ungesättigte Fettsäuren, von denen bekannt sein sollte, dass sie gesund und lebensnotwendig für einen funktionierenden Körper sind.

Fette halten unsere Zellmembranen geschmeidig und verringern so das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Gedächtnisverlust. Was viele außerdem nicht wissen: In unserem Körper funktioniert fast nichts ohne Magnesium. Der Mineralstoff regelt die Aktivität von Muskeln und Nerven und gesunden Knochen. Zink kommt als Spurenelement nur in sehr geringen Mengen im Körper vor, ist aber von großer Bedeutung für unsere Wundheilung, das Immunsystem und den Stoffwechsel. Zink kann nur kurzzeitig gespeichert und nicht selbst vom Körper produziert werden. Von besonderem Interesse dürften auch die Mineralstoffe Schwefel und Chrom sein, denn von ihnen hört man ja eher selten im Detail. Schwefel ist zum Beispiel an der Entgiftung unseres Körpers beteiligt und ein wichtiger Bestandteil des Bindegewebes. Der Mineralstoff bindet Schadstoffe, wie beispielsweise Alkohol, an seine Salze und sorgt somit dafür, dass sie über den Urin ausgeschieden werden und uns nicht mehr belasten können. Chrom ist, wie Zink auch, ebenfalls ein Spurenelement und wichtig für die Verwertung von Zucker. In ausreichenden Mengen trägt es dazu bei, schlechte Cholesterine zu senken und gute zu erhöhen. Es wird weiterhin vermutet, dass Chrom auch an der Zellteilung beteiligt ist, da viele Prozesse in Verbindung mit diesem Spurenelement jedoch noch ungeklärt sind, sind auch seine Funktionen zum Teil noch unbekannt.

Kakaobutter können Sie natürlich als schokoladige Nuance in Shakes, (Nuss-)Milch oder Desserts aller Art einarbeiten, Sie können sich aber auch zum Beispiel einen selbstgemachten Schokoriegel zaubern. Dazu schmelzen Sie das Fett im Wasserbad und vermischen es nach Geschmack mit Kakaopulver, Kokosöl und einem Süßstoff Ihrer Wahl. Besonders nahrhaft und köstlich wird Ihr Riegel, wenn Sie ihn zum Beispiel mit Nüssen oder Beeren anreichern. Satt, gesund und schön für Do-it-yourself-Fans. Oder auch: die vegane Eisenquelle mit Belohnungscharakter. Wie man es auch dreht und wendet – die Bestandteile der Kakaobohne sind unschlag- und unverzichtbar für einen gesunden, ausgewogenen Ernährungsstil.

Auf Ihr Wohl!

Warum brauchen wir Vitamine?

Vitamine und Gesundheit gehören irgendwie zusammen, denn der Körper braucht sie doch, um nicht krank zu werden, oder? Was aber machen Vitamine genau und warum gibt es so viele verschiedene davon? Für die meisten von uns besteht der Alltag nicht aus dem Leben auf einer einsamen Insel ohne Stress und mit viel Sonne, die uns quasi von alleine mit Vitamin D versorgt. Unsere Arbeit, Sport und auch das Alter verlangen dem Körper täglich eine ganze Menge ab und nur in den seltenen Fällen schaffen wir es, uns täglich (vermeintlich) perfekt zu ernähren. Aber was wäre die perfekte Ernährung denn überhaupt? Stellt man sich den eigenen Körper wie eine Art Fabrik vor, wären die Organe die Abteilungen, in denen Dinge produziert werden, um wiederum andere Abteilungen zu versorgen, wie zum Beispiel unser Gehirn, unseren Verdauungstrakt usw. Diese Abteilungen brauchen nicht nur Energie, sondern sozusagen auch Material, mit dem sie arbeiten können, wobei aber nicht jede Abteilung das gleiche Material in der gleichen Menge benötigt

Diese Materialien sind unsere Lebensmittel, also Rohstoffe für unsere Versorgung und, wie der Name schon sagt, lebenswichtig. Lebensmittel enthalten Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette, die wir zur Energieerzeugung brauchen, sowie Wasser, das quasi als Transportmittel fungiert. Darüber hinaus braucht der Körper aber eben auch Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, und auch diese nehmen wir über Lebensmittel zu uns. Diese drei Nährstoffgruppen sorgen also vereinfacht gesagt so ziemlich überall in unserem Körper dafür, dass er funktioniert. Sie sind zum Beispiel daran beteiligt, dass uns bleibende Zähne wachsen, Wunden aufhören zu bluten, wir blinzeln oder beispielsweise einen Fuß vor den anderen setzen können. Vitamine haben jeweils unterschiedliche Funktionen und sorgen dafür, dass jede Abteilung immer das richtige Material bekommt – und zwar auch in der richtigen Menge. Insgesamt helfen sie aber dabei zu steuern, wie die Eiweiße, Kohlenhydrate und Mineralstoffe durch unseren Körper verwertet werden

So kompliziert, wie das Ganze klingen mag, ist dieser Ablauf tatsächlich auch! Aus diesem Grund benötigt der Körper ständig 13 verschiedene Vitamine – 11 davon kann er nicht selbst produzieren, sodass wir sie mit der Nahrung zu uns nehmen müssen. Dabei gibt es leider kein Lebensmittel, dass alle Vitamine auf einmal und in der Menge enthält, die wir im Laufe eines Tages brauchen. Aus diesem Grund ist eine abwechslungsreiche Ernährung so wichtig, zum Beispiel nach dem Ampelprinzip: täglich einmal etwas Rotes, Gelbes und Grünes.

Manche Vitamine kann unser Körper lange speichern, andere brauchen wir täglich neu. Fehlen uns auf Dauer ein oder mehrere Vitamine, dann funktioniert unser Körper nicht mehr so, wie er eigentlich könnte. Man merkt das auf ganz unterschiedliche Weise, zum Beispiel an mattem Haar, brüchigen Nägeln, an Erkältungsanfälligkeit oder permanenter Müdigkeit. Unser Körper signalisiert uns nämlich ziemlich gut, wo wir eigentlich stehen. Das Ziel unseres Organismus ist es, immer die bestmögliche Gesundheit zu erreichen, sodass er einen regelrechten „Heißhunger auf Nährstoffe“ entwickeln kann, denn trotz unserer Überernährung sind wir gleichzeitig nährstoffmangelernährt. Aus diesem Grund sollten Sie immer darauf achten, mindestens die Vitamingrundversorgung zu sich zu nehmen (zusätzlich am besten auch Vitamin B12 und D3 als die zwei Grundvitamine, die jeder ergänzen sollte), um sowohl langfristig gesund zu bleiben, als auch in Krankheitsphasen schnell wieder gesund zu werden und ihren Medikamentenbedarf zu verringern, diese sind nämlich echte Nährstoffräuber. Unser Körper „verhungert“, unser Immunsystem wird geschwächt. Vitaminmangelkrankheiten wirken sich dann hauptsächlich auf unser Skelett aus. Der einfachste Weg zur Erkennung einer Vitamin-Unterversorgung ist aber der Blick in den Spiegel:

Über das Maß beim Aufstehen hinaus geschwollene Augen indizieren zum Beispiel einen Jodmangel. Diesen können Sie ausgleichen, indem Sie viel Preiselbeeren, Erdbeeren, Kartoffeln, Seetang oder Joghurt essen.

Blasse Haut und Erschöpfung können mit einem Vitamin-B12-Mangel einhergehen. Hier schaffen Lachs, angereichertes Getreide, Joghurt oder Schweizer Käse Abhilfe.

Trockenes Haar? Die Wurzel des Übels ist vielleicht ein Vitamin-B7-Mangel. Mit dem Verzehr von Eiern, Mandeln bzw. Nüssen, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten sollte das Problem in den Griff zu kriegen sein.

Wer häufig erkältet ist, ein schwaches Immunsystem und irgendwie blasse Lippen hat, kann es mit Meeresfrüchten, Bohnen, Erbsen und dunkelgrünem Gemüse probieren. Diese enthalten nämlich viel Eisen.

Und worauf man möglicherweise auch nicht unbedingt kommt: Zahnfleischbluten und -probleme können durch einen Vitamin-C-Mangel bedingt sein. Die schmackhaften Helfer in diesem Fall heißen Zitrusfrüchte, Erdbeeren, Broccoli, Grünkohl und Paprika. All diese Lebensmittel in den wildesten Kombinationen – noch besser!

Kommen wir abschließend nochmal auf unsere anfängliche These zurück, wer nicht krank werden wolle, brauche Vitamine: Schon die Vorbeugung gegen eine Erkältung ist richtig Arbeit für unseren Körper, denn wenn mehr gearbeitet wird, wird auch mehr produziert, um bei unserem Fabrikbeispiel zu bleiben. In diesem Fall werden logischerweise auch mehr Rohstoffe verbraucht. Darum sollten Sie auch dann ständig genug Vitamine zu sich nehmen, wenn der Körper gerade keine Schwerstarbeit leistet. Auf diese Weise sind die Reserven immer ausreichend gefüllt und beim nächsten Mal bleiben die laufende Nase und der Brummschädel vielleicht aus. Eine klassische Win-Win-Situation für Ihr Wohlbefinden und Ihren Geldbeutel 🙂

Auf Ihr Wohl!

Heilerde

Jeder kennt es: Man ist irgendwie schlapp, kann sich nicht konzentrieren, erkältet sich schneller oder ist einfach gestresst. Man fühlt sich einfach überhaupt nicht wohl in seiner Haut. Eine Belastung durch Umweltgifte ist dabei wohl etwas, woran man am wenigsten denkt. Wir nehmen mit unserer täglichen Nahrung nämlich nicht nur Gesundes auf, sondern auch Stoffe, die in höherer Konzentration schädlich für uns sind, wie zum Beispiel Schwermetalle. Diese Umweltgifte können unseren Organismus und unsere Zellen auf Dauer schädigen. Wenn man sich dann auch noch all zu einseitig ernährt, rebelliert der Körper irgendwann. Mit Heilerde können Sie etwas gegen diese Phänomene tun, denn sie kann bei den unterschiedlichsten Beschwerden helfen.

Heilerde ist ein reines traditionelles Heilmittel und ein veganes Naturprodukt ohne Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe, denn es handelt sich hierbei ausschließlich um eiszeitliche Lössablagerungen, die in bis zu 30 Meter tiefen Schichten liegen und vom umliegenden Gestein angereichert werden. „Löss“ lässt sich dabei am besten als kalkhaltiges, feinkörniges Schichtgestein beschreiben, das seine Konsistenz betreffend irgendwo zwischen mehlähnlichem Feinboden und feinkörnigem Sand liegt und in der Landwirtschaft besonders fruchtbare Böden hervorbringt. Schon um 1500 wurde Heilerde bereits als wahres Allround-Talent verehrt und angewendet, da sie ein schnell verfügbares und vielfältiges Naturprodukt war und noch immer ist. Der Begründer der Heilerde-Gesellschaft, Adolf Just, bezeichnete das Pulver überzeugt als „bestes Heilmittel der Natur“ und katapultierte die sanfte Medizin damit ein für alle Mal zurück in die moderne Naturheilkunde.

Es gibt vier wichtige Gründe, weswegen Heilerde therapeutisch eingesetzt wird: Wegen ihrer einzigartigen Zusammensetzung, weil sie ohne bekannte Nebenwirkungen effektiv überschüssige Säuren binden kann, weil sie durch ihre große Oberfläche andere Stoffe wie ein Schwamm aufsaugen kann und weil sie wie ein mineralischer Katalysator wirkt und zellschädigende freie Radikale abbaut. Die Zusammensetzung des wie heller Kakao aussehenden Pulvers ist nicht eindeutig definiert und hängt stark von seinem Abbaugebiet, sowie davon ab, wie fein es gemahlen wurde (fein, ultrafein, magenfein oder mikrofein). Sie können Heilerde innerlich und auch äußerlich anwenden. Ob als Gesichtsmaske, Peeling, als Umschlag, Verband oder in Spülungen und Bädern – Heilerde bindet Fette, Talg, Bakterien und Wundsekrete und unterstützt damit die Wundheilung, verbessert die Durchblutung und fördert den Stoffwechsel. Man kann sie daher auch bei Hautproblemen wie Akne, Allergien oder Entzündungen verwenden, genauso wie gegen Bindegewebsschwäche, Cellulite, Muskel- und Gelenkbeschwerden.

Es heißt, dass Heilerde die geradezu ideale Kombination aus Mineralien und Spurenelementen ist, die der menschliche Körper benötigt – was das Naturerzeugnis quasi zu einer puren Mineralstoffquelle macht. Neben Spat konnten aber auch Kalzium, Magnesium, Natrium, Eisen, Zink, Kupfer und Chrom im Erdpulver nachgewiesen werden, die der Körper allesamt zur Aufrechterhaltung eines gut funktionierenden Stoffwechsels braucht. Zudem enthält Heilerde Antacide, also quasi Säureneutralisatoren, in Form von so genannten Carbonatsalzen. Diesem Inhaltsstoff verdankt das Pulver seine Wirkung gegen Sodbrennen oder Reizdarm-/ Reizmagensymptome. Der hohe Anteil an quellfähigen Substanzen ist gleichzeitig eine gute und natürliche Hilfe bei Durchfall, allerdings kann dieser Effekt bei zu wenig Flüssigkeitszufuhr auch ins Gegenteil umschlagen und zu einem (kurzzeitigen) Darmverschluss führen. Achten Sie also stets auf ausreichend Flüssigkeit, wenn Sie Heilerde einnehmen, dann haben Sie bezüglich ihrer therapeutischen Wirkung nichts zu befürchten. Heilerde kann Cholesterin, freie Radikale, Hauttalg oder auch Schadstoffe in Lebensmitteln binden und begünstigt somit ihre Ausscheidung aus dem Körper, der so auf natürliche Weise entgiftet wird.

Sie erhalten Heilerdeprodukte sowohl in Apotheken und Reformhäusern, als auch in (Online-) Fachhandeln. Anbieter führen das Erzeugnis für gewöhnlich als Kapseln oder Granulat, am häufigsten jedoch als Pulver, das so auch direkt aus dem abgebauten Löss bei ca. 130 °C schonend getrocknet, gemahlen und gesiebt wird. Auf diese Weise werden mögliche Keime abgetötet. Die Darreichungsform als Pulver bietet dabei auch die vielfältigsten Anwendungsmöglichkeiten. Am häufigsten wird es mit kaltem Wasser verrührt und eingenommen oder aufgetragen. So können Sie Heilerde vor allem als Maske anwenden, die bei Verbrennungen, Insektenstichen, rheumatischen Beschwerden oder Arthrose kühlt, und bei Muskelverspannungen oder Rückenschmerzen hingegen angenehm wärmt. Die genaue Anwendungsweise muss dabei immer auf der Verpackung angegeben sein. An diese sollten Sie sich auch halten und das Produkt jeweils nur innerlich oder äußerlich benutzen.

Innerlich wirkt Heilerde bei einem Reizdarm oder -magen, Histaminintoleranzen und sogar bei einem erhöhten Cholesterinspiegel, denn ihr hohes Bindungsvermögen sorgt dafür, dass Cholesterin und Fette, die wir mit der Nahrung aufnehmen, gebunden und ausgeschieden werden. Auch Schwangere können Heilerde einnehmen, da sie schonend und schnell wirkt und dabei keine Nebenwirkungen hat. Das Naturprodukt kann unseren Körper innerlich reinigen und entschlacken, zum Beispiel im Zuge einer Fastenkur. Es bindet schädliche Stoffe und Bakterien oder Schimmelpilze aus unserer Nahrung in Magen und Darm. Das Ganze wird dann wieder ganz natürlich ausgeschieden. Auf diesem Weg durch den Verdauungstrakt werden nebenbei auch noch freie Radikale mit abgebaut. Das schützt unseren Körper vor oxidativem Stress.

„Gut und gesund“ leicht gemacht. Das heimische Überraschungs-Ei der Superfoods.

Auf Ihr Wohl!