Heilerde

Jeder kennt es: Man ist irgendwie schlapp, kann sich nicht konzentrieren, erkältet sich schneller oder ist einfach gestresst. Man fühlt sich einfach überhaupt nicht wohl in seiner Haut. Eine Belastung durch Umweltgifte ist dabei wohl etwas, woran man am wenigsten denkt. Wir nehmen mit unserer täglichen Nahrung nämlich nicht nur Gesundes auf, sondern auch Stoffe, die in höherer Konzentration schädlich für uns sind, wie zum Beispiel Schwermetalle. Diese Umweltgifte können unseren Organismus und unsere Zellen auf Dauer schädigen. Wenn man sich dann auch noch all zu einseitig ernährt, rebelliert der Körper irgendwann. Mit Heilerde können Sie etwas gegen diese Phänomene tun, denn sie kann bei den unterschiedlichsten Beschwerden helfen.

Heilerde ist ein reines traditionelles Heilmittel und ein veganes Naturprodukt ohne Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe, denn es handelt sich hierbei ausschließlich um eiszeitliche Lössablagerungen, die in bis zu 30 Meter tiefen Schichten liegen und vom umliegenden Gestein angereichert werden. „Löss“ lässt sich dabei am besten als kalkhaltiges, feinkörniges Schichtgestein beschreiben, das seine Konsistenz betreffend irgendwo zwischen mehlähnlichem Feinboden und feinkörnigem Sand liegt und in der Landwirtschaft besonders fruchtbare Böden hervorbringt. Schon um 1500 wurde Heilerde bereits als wahres Allround-Talent verehrt und angewendet, da sie ein schnell verfügbares und vielfältiges Naturprodukt war und noch immer ist. Der Begründer der Heilerde-Gesellschaft, Adolf Just, bezeichnete das Pulver überzeugt als „bestes Heilmittel der Natur“ und katapultierte die sanfte Medizin damit ein für alle Mal zurück in die moderne Naturheilkunde.

Es gibt vier wichtige Gründe, weswegen Heilerde therapeutisch eingesetzt wird: Wegen ihrer einzigartigen Zusammensetzung, weil sie ohne bekannte Nebenwirkungen effektiv überschüssige Säuren binden kann, weil sie durch ihre große Oberfläche andere Stoffe wie ein Schwamm aufsaugen kann und weil sie wie ein mineralischer Katalysator wirkt und zellschädigende freie Radikale abbaut. Die Zusammensetzung des wie heller Kakao aussehenden Pulvers ist nicht eindeutig definiert und hängt stark von seinem Abbaugebiet, sowie davon ab, wie fein es gemahlen wurde (fein, ultrafein, magenfein oder mikrofein). Sie können Heilerde innerlich und auch äußerlich anwenden. Ob als Gesichtsmaske, Peeling, als Umschlag, Verband oder in Spülungen und Bädern – Heilerde bindet Fette, Talg, Bakterien und Wundsekrete und unterstützt damit die Wundheilung, verbessert die Durchblutung und fördert den Stoffwechsel. Man kann sie daher auch bei Hautproblemen wie Akne, Allergien oder Entzündungen verwenden, genauso wie gegen Bindegewebsschwäche, Cellulite, Muskel- und Gelenkbeschwerden.

Es heißt, dass Heilerde die geradezu ideale Kombination aus Mineralien und Spurenelementen ist, die der menschliche Körper benötigt – was das Naturerzeugnis quasi zu einer puren Mineralstoffquelle macht. Neben Spat konnten aber auch Kalzium, Magnesium, Natrium, Eisen, Zink, Kupfer und Chrom im Erdpulver nachgewiesen werden, die der Körper allesamt zur Aufrechterhaltung eines gut funktionierenden Stoffwechsels braucht. Zudem enthält Heilerde Antacide, also quasi Säureneutralisatoren, in Form von so genannten Carbonatsalzen. Diesem Inhaltsstoff verdankt das Pulver seine Wirkung gegen Sodbrennen oder Reizdarm-/ Reizmagensymptome. Der hohe Anteil an quellfähigen Substanzen ist gleichzeitig eine gute und natürliche Hilfe bei Durchfall, allerdings kann dieser Effekt bei zu wenig Flüssigkeitszufuhr auch ins Gegenteil umschlagen und zu einem (kurzzeitigen) Darmverschluss führen. Achten Sie also stets auf ausreichend Flüssigkeit, wenn Sie Heilerde einnehmen, dann haben Sie bezüglich ihrer therapeutischen Wirkung nichts zu befürchten. Heilerde kann Cholesterin, freie Radikale, Hauttalg oder auch Schadstoffe in Lebensmitteln binden und begünstigt somit ihre Ausscheidung aus dem Körper, der so auf natürliche Weise entgiftet wird.

Sie erhalten Heilerdeprodukte sowohl in Apotheken und Reformhäusern, als auch in (Online-) Fachhandeln. Anbieter führen das Erzeugnis für gewöhnlich als Kapseln oder Granulat, am häufigsten jedoch als Pulver, das so auch direkt aus dem abgebauten Löss bei ca. 130 °C schonend getrocknet, gemahlen und gesiebt wird. Auf diese Weise werden mögliche Keime abgetötet. Die Darreichungsform als Pulver bietet dabei auch die vielfältigsten Anwendungsmöglichkeiten. Am häufigsten wird es mit kaltem Wasser verrührt und eingenommen oder aufgetragen. So können Sie Heilerde vor allem als Maske anwenden, die bei Verbrennungen, Insektenstichen, rheumatischen Beschwerden oder Arthrose kühlt, und bei Muskelverspannungen oder Rückenschmerzen hingegen angenehm wärmt. Die genaue Anwendungsweise muss dabei immer auf der Verpackung angegeben sein. An diese sollten Sie sich auch halten und das Produkt jeweils nur innerlich oder äußerlich benutzen.

Innerlich wirkt Heilerde bei einem Reizdarm oder -magen, Histaminintoleranzen und sogar bei einem erhöhten Cholesterinspiegel, denn ihr hohes Bindungsvermögen sorgt dafür, dass Cholesterin und Fette, die wir mit der Nahrung aufnehmen, gebunden und ausgeschieden werden. Auch Schwangere können Heilerde einnehmen, da sie schonend und schnell wirkt und dabei keine Nebenwirkungen hat. Das Naturprodukt kann unseren Körper innerlich reinigen und entschlacken, zum Beispiel im Zuge einer Fastenkur. Es bindet schädliche Stoffe und Bakterien oder Schimmelpilze aus unserer Nahrung in Magen und Darm. Das Ganze wird dann wieder ganz natürlich ausgeschieden. Auf diesem Weg durch den Verdauungstrakt werden nebenbei auch noch freie Radikale mit abgebaut. Das schützt unseren Körper vor oxidativem Stress.

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Auf Ihr Wohl!

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