Let’s talk about sex, baby

Okay, diese Überschrift ist ein wenig plakativ, aber heute handelt es sich zum ersten Mal um ein Superfood, das insbesondere den Ruf hat, die Libido und die Fruchtbarkeit anregen zu können. Die Rede ist von Maca, einer Wurzel aus Peru (deswegen auch peruanischer Ginseng genannt), die zur Kressengattung gehört. Vor 4.000 Jahren galt das Knollengewächs als Vollnahrungsmittel für Privilegierte, die auf den aphrodisierenden und leistungssteigernden Effekt setzten. Heute kann sich Jedermann ganz unkompliziert an den vielen Vorteilen von Maca bereichern. Die Wurzel wird zwischen Mai und August von Hand geerntet, sonnengetrocknet und dehydriert. Erst dann wird sie schonend zu einem gluten-, laktose- und zuckerfreien Pulver von Rohkostqualität gemahlen (bitte immer auf Bio-Produkte achten). Ihr Geschmack ist leicht süßlich und wird oft mit dem einer Esskastanie verglichen, was das Pulver zu einer optimalen Zutat für nahezu alles macht – sogar zum Backen.

Auf die Frage, was Maca denn alles so für mich tun kann, seien vor allem die folgenden Argumente erwähnt:

Zunächst senken die enthaltenen Pflanzensterole den Cholesterinspiegel des Körpers. Kohlenhydrate (60 – 65 %) und Ballaststoffe erhalten die natürliche Magen-Darm-Funktion, indem sie die Verdauung anregen. Die über 30 Mineralstoffe und Spurenelemente (hierzu zählen alle essenziellen Aminosäuren, ungesättigte Fettsäuren, Magnesium, Kalium, Kalzium, Zink, Eisen, Phosphor und die Vitamine B1, B2, B3, B6, C und D) fungieren als Allround-Nährstoffkur und bringen den berühmten adaptiven Effekt auf unsere Ausdauer und Energie mit sich. Maca wächst in über 4.000 Metern Höhe, wo sie tagsüber viel Sonne, aber nachts auch knackige Kälte abbekommt. Der Boden in diesen Höhenlagen ist oft wenig nahrhaft, womit die Knolle sich hier aber arrangieren muss. Sie reagiert darauf, indem sie ihre sekundären Pflanzenstoffe einsetzt und somit nicht nur ihr Überleben sondern auch ein gehaltvolles Wachstum sichert. Maca, das bei uns vor allem in Pulver- oder Kapselform erhältlich ist, erweist sich also als attraktiver Alleskönner für vermeintlich ungefährliche Wehwehchen, ohne die es sich am Ende aber doch besser lebt. Die Wurzel spendet Energie am Morgen und hilft müden, ausgelaugten Menschen, besser in den Tag zu starten und auch ihre Gedächtnisleistung auf Trab zu halten. Auch dem stimmungs- und kältebedingten Winterblues können Sie getrost „Bye bye“ sagen, denn Maca soll das Immunsystem enorm stärken und Antriebslosigkeit und sogar Depressionen entgegenwirken. Der – positiv gemeinte – Überfluss an Nährstoffen und Energiespendern hat zudem den schönen Nebeneffekt, dass der Muskelaufbau unterstützt wird.

Was noch nicht hinreichend belegt, aber trotzdem groß im Gespräch ist, ist der positive Einfluss der Inhaltsstoffe auf die Hormonausschüttung. Die Wurzel kann wie eine Verjüngungskur auf den Hormonapparat sowie wie ein natürliches Anti-Aging-Mittel ohne Konservierungsstoffe funktionieren. Das soll Regel- und Wechseljahrsbeschwerden deutlich verringern. Gleichzeitig wird dem Pulver, wie anfangs bereits angedeutet, eine klare Wirkung auf Fruchtbarkeit, Potenz und sexuelle Unlust zugeschrieben – und zwar sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Zu diesem Effekt des „natürlichen Viagras“, wie das Wurzelpulver auch genannt wird, existieren vereinzelte Studien, die die Auswirkungen einer regelmäßigen Einnahme von mindestens 3 Monaten überwacht und dokumentiert haben. Ob es nun also wirklich stimmt, dass Maca die Libido anregt, wissen wir zwar nicht, aber warum nicht ausprobieren? 😉 Nebenwirkungen hat das optisch einer Zwiebel ähnelnde Gewächs nämlich keine!

Auf dem Markt erhalten Sie rotes, gelbes und grünes Macapulver. In Wasser aufgelöst ist der Geschmack gewöhnungsbedürftig – nicht schlecht, aber auch nicht umwerfend. Aus diesem Grund wird das Produkt auch häufig in den morgendlichen Saft oder sogar in Milch gemischt – probieren Sie sich hier einfach durch Ihre Vorlieben. Auch wenn der wesentliche Bestandteil von Maca ihre Wurzel ist, kann der Rest des Gewächses trotzdem auch wie Gemüse zubereitet werden und verwertet werden.

Es gilt also auch hier wieder: Schauen Sie, was sich für Sie in Ihren Alltag integrieren lässt, was Sie mögen und was Sie genießen können. Ich kenne Fanatiker (wobei Fanatiker vermutlich ein zu übertriebener Begriff ist), die ihr Superfood gerne zelebrieren, seine Wirkung studieren und ihre Erfahrungen schließlich ausgiebig teilen. Das ist toll und auch das Thema bewusstes Ernähren habe ich ja nun schon des Öfteren angeschnitten. Ich sehe aber auch den Bedarf einer einfachen Einnahme nebenbei, sei es aus Geschmacks- oder Zeitgründen. Letztendlich sind Nahrungsergänzungsmittel in Form von Kapseln oder Presslingen nicht weniger effektiv und zudem besser, als komplett auf die einzigartigen Leistungen so mancher Früchte der Natur zu verzichten 🙂 Für viele handelt es sich um Versuche oder neugierbedingten Tatendrang, weil sie sich durch das Wirkungsspektrum von Maca & Co. angesprochen fühlen und mir ist bewusst, dass die Hälfte der Konsumenten eventuell abspringen und positive Ergebnisse verpassen würde, weil sie sich durch aufwendige Zubereitungen abgeschreckt fühlt. In diesem Sinne: Pille, Pulver, Drink, Teig, Topping – es ist egal was Sie machen! Alles wird Ihnen gut tun 🙂

Auf Ihr Wohl!