Curly Superfood Magazin

Warum Antioxidantien wichtig sind

13. Dezember 2019
warum Antioxidantien wichtig sind

Zuletzt aktualisiert am 29. Oktober 2021 von fabian

Das Thema heute sind Antioxidantien, gerne gepaart mit freien Radikalen oder umschrieben als körpereigene Schutzpolizei. Ich nehme an, du weißt, dass Antioxidantien „gut“ sind und vor Krankheiten schützen. Aber kannst du auch spontan erklären warum? Mich als Verbraucher interessieren dabei vor allem drei Dinge:

  1. Was sind Antioxidantien?
  2. Warum braucht mein Körper sie?
  3. Worin sind sie enthalten bzw. wie kann ich sie zu mir nehmen?

Was machen Antioxidatnien?

Sowohl Antioxidantien als auch freie Radikale haben eine erhebliche Bedeutung für unsere Gesundheit und werden dringend vom Körper benötigt. Das hat diverse Ursachen, in erster Linie – mal wieder – die, dass wir unseren Organismus viel zu oft und zu sehr stressen. Gemeint sind hier sowohl der Alltag im 21. Jahrhundert als auch die zunehmend ungesunde Lebens- und Ernährungsweise, die wir an den Tag legen. Verarbeiteter Zucker, Fett, unvorsichtiges Sonnenbaden, Zigaretten- und Alkoholkonsum – an einem augenscheinlich ganz normalen Tag kommt eine Menge an Faktoren zusammen, die uns (still und heimlich) schaden.

Oxidativer Stress

Worum es bei diesen Situationen vor allem geht, sind die dabei entstehenden freien Radikale. Genau die gilt es nämlich zu vermeiden. Denn diese sind „instabile sauerstoffhaltige Moleküle, völlig verzweifelt auf der Suche nach einem Elektron“. Dazu überfallen sie in unserem Körper befindliche, gesunde Moleküle und entreißen diesen ihre Elektronen.

Was jetzt sehr wissenschaftlich oder nach langweiliger Schul-Chemie klingt, ist letzten Endes einfach nur der Beginn eines Teufelskreises. Hier wird das bestohlene Molekül selbst zum Räuber und überfällt ebenfalls andere gesunde Artgenossen. Diese Kettenreaktion wird als oxidativer Stress bezeichnet und äußert sich schon ohne nähere Erklärung als „nicht richtig“. Was aber richtet dieser Stress in unserem Körper an? Die Forschung weiß, dass es durch oxidativen Stress zu weit reichenden Folgen wie Zelltod oder DNA-Schäden kommen kann, aus denen ernsthafte gesundheitliche Probleme resultieren.

Betroffene können zum Beispiel

  • Ihre Sehkraft verlieren.
  • bekommen faltige, erschlaffte Haut oder Krampfadern.
  • Schlimmstenfalls endet dieser Prozess in einem Schlaganfall oder einer Krebserkrankung.

Was sind Antioxidantien?

Wer nun Schweißperlen auf der Stirn hat, weil er meint schon lange keine Antioxidantien gesehen zu haben, kann beruhigt sein. Hinter dieser kryptischen Bezeichnung verstecken sich alte Bekannte.

Externe – also durch die Nahrung aufgenommene:

  • Vitamin C
  • Vitamin E
  • Flavonoide
  • Carotinoide

Interne – die unser Korper selbst bilden kann:

  • Hormone
  • Enzyme
  • andere Stoffwechselprodukte

So aussichtslos, wie sich die oben beschriebene Situation darstellt, ist es also nicht ganz. Denn durchdacht wie der menschliche Körper grundsätzlich ist, existiert natürlich eine Abwehrfunktion, die umgehend in das unkontrollierte Raubgeschehen eingreift, um Schlimmeres zu verhindern. Nur unsere Körperpolizei kann diesen oxidativen Stress  stoppen. Denn noch bevor die freien Radikale ungehindert einen Überfall nach dem anderen vollziehen können, schreiten schon die Antioxidantien ein und unterbinden das Geschehen. Sie geben sozusagen freiwillig ihr Elektron ab und neutralisieren das freie Radikal. So bekommt das freie Radikal das Elektron leichter, als über die Zellmembranen bzw. die DNA. Man kann also sagen, das Antioxidans wird für kurze Zeit selbst zum freien Radikal. Grund zur Sorge besteht jedoch nicht: Antioxidantien können sich nämlich gegenseitig zu Hilfe kommen und wieder in ihre „friedliche“ Ursprungsform versetzen. Dank ihnen bleiben unsere Zellen geschützt – und wir gesund! Ein Mangel an Antioxidantien in der Ernährung kann schon kurzfristig zu Erkältung und Entzündungen führen. Bei dauerhaftem Mangel kann dies sogar die Entstehung von Krebs begünstigen.

Wo stecken viele Antioxidantien drin?

Typisch für unsere heutige Ernährung sind ein Überschuss an Kalorien einerseits und ein gleichzeitiger Mangel an wertvollen Nährstoffen andererseits. Weizenprodukte sind stark vertreten in unserer Ernährung, enthalten aber leider viel Gluten, das Entzündungen im Verdauungstrakt begünstigt. Die platt ausgedrückte Folge: Wir werden immer dicker und kränker.

Besonders viele Antioxidantien stecken in Obst und Gemüse, zum Beispiel in

  • Äpfel
  • Beeren: Heidelbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren.
  • Brokkoli.
  • Hirse.
  • aber auch Kaffee
  • Kartoffeln und Karotten.
  • Knoblauch.
  • Nüsse
  • Sprossen
  • Wildpflanzen
  • Saaten
  • und naturbelassenen Ölen.

Bio-Lebensmittel liefern dabei 69 % mehr Antioxidantien als herkömmliche Nahrungsmittel. Die Vitamine A, C und E und viele Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen, Selen, Zink oder das OPC aus Traubenkernöl sind besonders starke Lieferanten. Darüber hinaus wirken die sekundären Pflanzenstoffe, die die Farbe, Duft und Geschmack des Gemüses und Obst ausmachen, antioxidativ.

Möglichst unbehandelte Lebensmittel

Antioxidantien kommen immer mehrfach in einem Lebensmittel vor, es gibt also nie nur eine Sorte. Daher ist es auch so wichtig, diese Lebensmittel so natürlich und unbehandelt wie möglich zu konsumieren (nicht als Präparat), denn Antioxidantien wirken synergetisch und verstärken ihre Wirkung gegenseitig. Eine frische und schonende Zubereitung von Gemüse ist ebenfalls Voraussetzung für eine gute Zufuhr. Außerdem die altbekannte Weisheit: Bio- oder zumindest regionale Lebensmittel enthalten wirklich mehr Antioxidantien als importierte, denn regionale Produkte sind dazu gezwungen, im Wachstumsprozess eigene Abwehrkräfte aufzubauen und zu entwickeln, was sich positiv auf ihren Nährstoffgehalt auswirkt. Auch die richtige Lagerung von Lebensmitteln, insbesondere bei Obst, spielt eine Rolle bei ihrer Wirksamkeit. So gehören Bananen und Avocados beispielsweise nicht in den Kühlschrank, auch wenn es besser schmeckt. Antioxidantien stecken übrigens meistens in der Schale oder unmittelbar darunter.

Fazit

Letzten Endes kannst du dir, wie immer, am besten einfach merken, dass du dich ausgewogen ernähren solltest. Darüber haben wir schon einmal explizit und auch zwischendurch immer wieder geschrieben und philosophiert. Du musst kein Nährstoff-Tagebuch führen – das hat die Natur schon für uns gemacht. Die Varianz an Nahrungsmittelgruppen (Ballaststoffe, Proteine, Fette etc.), ihre bunten Farben, Geschmäcker und Kombinationsmöglichkeiten sorgen schon von ganz allein dafür, dass wir Vielfalt verstehen lernen. Dein Ansporn kann alles sein: ein langes Leben, eine gute Fitness, ein Körper, den du dir gerne anschaust…

Auf dein Wohl!

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