Curly Superfood Magazin

Alles was du über Matcha Tee wissen solltest

24. September 2021
Matcha Tee

Zuletzt aktualisiert am 25. Oktober 2021 von fabian

Matcha Tee gilt als das neue Trendgetränk aus Japan, dass leistungsfähiger macht und beim Schlank werden hilft. Darüber hinaus hat es kulinarisch viel zu bieten: In Japan werden Kuchen, warme Speisen, Eis und viele Getränke mit diesem Grüntee verfeinert. Wir klären auf was Matcha eigentlich ist und wieso er gut für mich ist. Was gibt es bei der Zubereitung zu beachten? Lass dich überraschen und abschließend noch von unseren Matcha Rezepten verzücken. Natürlich kannst du bei uns auch deinen Matcha Tee kaufen.

Was ist Matcha?

Matcha ist ein hochwertiger Grüntee aus Japan, der zu sehr feinem Pulver vermahlen wird. Das grüne Tee-Pulver wird dabei im heißen Wasser eingerührt, um ein schaumiges Getränk herzustellen. Die meditative Weise, in der der Tee hergestellt, präsentiert und getrunken wird, stellt die Basis der japanischen Tee-Zeremonie dar. Neben dem Tee-Genuss wird Matcha auch zum Kochen und Backen verwendet.

Das Besondere an Matcha ist, dass die Teemeister die Teepflanze mit weißen Tüchern abdecken, um die Sonnenbestrahlung abzuschirmen. Das regt die Pflanze dazu an noch mehr Chlorophyll in den Blättern zu produzieren und einzuspeichern. Das erklärt auch die sehr grüne Farbe. Aber nicht nur das Chlorophyll wird beeinflusst, auch der Koffein-, Zucker, Antioxidantien- und Tannin-Gehalt. Um die optimale Zusammensetzung zu gewährleisten, ernten die Bauern nur die oberen jungen Triebe. Das macht den Tee so selten und leider auch teuer.

Nach der Ernte werden die Blätter kurz abgedampft, getrocknet und anschließend von den Stängeln bzw. Blattgerüst befreit. Der Tee wird wie grüner Tee in 80 Grad heißem Wasser zubereitet, damit die Nährstoffe nicht zerstört werden. Der Vorteil bei Matcha ist auch, dass der Tee mitgetrunken wird und nicht nach dem Ziehen dem Getränk entnommen wird. Die Zubereitung einer einzelnen Tasse Matcha Tee nimmt einige Minuten in Anspruch. So wird der Tee schön schaumig geschlagen und man kann sich in Ruhe dem Teegenuss hingeben.

Wieso ist Matcha Tee gut für mich?

Das Interesse an Matcha Tee ist groß. Das wahrscheinlich auch, weil ihm eine gesunde Wirkung auf unserem Körper zugeschrieben werden. Hierzu hat es einige Studien gegeben. Wir möchten diese nicht überbewerten und unterstreichen, dass es sich hierbei um kleine Studien und Grundlagenforschung handelt. Die Ergebnisse sind jedoch interessant.

Schutz für unsere Zellen

Matcha enthält, wie die meisten guten Superfoods, eine Menge Antioxidantien, die Katechine. Diese sind auch im grünen Tee enthalten, allerdings sind diese hier in einer höheren Dosierung und das komplette Teeblatt wird beim Genuss mitgetrunken.. Bei normalem Tee geht nur ein geringer Teil des Blattes in das Getränk über. Eine Studie zu den Katechinen hat ergeben, dass diese in Matcha Pulver 137 mal höher sind als in anderen Grünteesorten.

Antioxidantien schützen unsere Zellen vor freien Radikalen. Eine ausreichende Versorgung an Antioxidantien schütz so vor Beschädigungen an unseren Zellen und den darin enthaltenen DNS-Strängen.

Matcha kann beim Abnehmen helfen die Wirkung zu verstärken

Eine weitere Studie hat ergeben, dass Matcha die Fettverbrennung unterstützt und so beim Abnehmen helfen kann. Hier haben die Wissenschaftler jungen Männern vor einem Training mehrere Dosen Matcha Tee gegeben. Einer Placebogruppe hat man dagegen gefärbtes Mehl in einer Kapsel verabreicht. In der Auswertung ist festgestellt worden, dass die Gruppe mit dem Matcha eine 17% höhere Fettverbrennungsrate hatte als die Vergleichsgruppe. Die Vermutung liegt nahe, dass die besondere Form von Koffein bei der Fettverbrennung unterstützt. Leider ging es auch hier nicht ohne etwas Bewegung.

Hat Matcha Wirkung auf die Hormone?

Eine Studie zum polyzystische Ovar (oder: Ovarial)-Syndrom hat ergeben, dass der Tee Einfluss auf den Testosteronspiegel bei Frauen haben kann. In dem Fazit heißt es, dass der Konsum von grünem Tee bei übergewichtigen und adipösen Frauen mit PCOS führt zu Gewichtsverlust, einer Abnahme des Nüchtern-Insulins und einer Abnahme des freien Testosteronspiegels. Eine Erklärung hierzu hat sich noch nicht gefunden, aber dem wird wohl noch nachgegangen.

Den Probanden wurden in den Versuchsreihen in der Regel immer Matcha Kapseln gegeben. Ob die Wirkung mit dem getrunkenem Tee vergleichbar ist, bleibt unklar. Um das Thema „welche Wirkung hat Matcha Tee?“ sinvoll abzuschließen, lautet unsere Kernaussage: Er schmeckt einfach lecker!

… Das bringt uns nun zu der Frage wie der Tee schmeckt – ein Versuch die Sinnlichkeit in Worte zu fassen:

Wenn du gerne grünen Tee trinkst, wirst du den Geschmack von Matcha auch mögen. Matcha Tee schmeckt leicht erdig mit einer würzigen gräsernden Note. Er ist wesentlich leichter als schwarzer Tee mit einer belebenden Wirkung. Eine leicht bittere Note sollte dich nicht stören. Schmeckt er jedoch richtig bitter, hast du dein entweder zu heiß aufgegossen (bitte nur Wasser mit 80 Grad verwenden) oder du hast eine schlechte Qualität erwischt.

Gibt es nicht Studien die Belege, dass Matcha gegen Krankheiten hilft?

In der Grundlagenforschung wird sehr viel auf die Meisterwerke der Natur geschielt und dementsprechend auch viele Studien zu Lebens- und Genussmittel durchgeführt, die es uns ermöglichen, dass wir uns besser fühlen.

Wie gesagt es sind Grundlagenstudien, die nur Indizien sind und auch wenn beachtenswert, keine Rückschlüsse auf einen Medikamentenersatz zulassen.

  • Eine im Jahr 2018 veröffentlichte Studie besagt zum Beispiel, dass Frauen, die jeden Talk 30 Minuten zügig gehen, eine verbesserte Verstoffwechslung von Fett haben. Man muss dazu sagen, dass es sich hierbei um ein Gewichtsabnahmeprogramm handelte und Matcha Tee lediglich eine zusätzliche Maßnahme von vielen gewesen ist.
  • In dieser Studie wurde bei einer geschlechtsspezifische Analyse eine wesentliche Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten bei älteren Frauen festgestellt. Hier soll vor allem das Vitamin K in den verabreichten Matcha Tee Pulver eine Rolle gespielt haben. Die Verbesserung wird hier vor allem durch eine nicht verschlechternde Entwicklung belegt. Das heißt, dass der Matcha Tee hier präventiv eingesetzt worden ist.
  • In einer japanischen Stuide wurde der positive Einfluss des Matcha im Zusammenhang auf Stress und Angstzustände untersucht. Auch hier ist eine Verbesserung der Stresssymptome der Matcha-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Kontrollgruppe festgestellt worden.

Das sind aus unserer Sicht die Perlen, viele andere Untersuchungen liefern kaum glaubwürdige Belege, dass Matcha Einfluss auf den Verlauf von Krankheiten haben könnte.

Wieso ist Matcha Tee besser als Kaffee?

Ob Matcha besser als Kaffee ist, muss natürlich jeder für sich entscheiden.

Es gibt allerdings einige Überlegungen, die uns dazu bringen ab und an den Matcha Tee Kaffee vorzuziehen:

Das Koffein im Kaffee macht sehr schnell wach, um dann schnell auch wieder nachzulassen. Bei dem Grüntee ist das Koffein viel sanfter und belebt konstanter, dafür aber nicht so stark. Diese Wirkung beim Kaffee lässt und häufig an langen Tagen gleich mehrere Tassen am Tag trinken. Das bringt uns zu zwei weiteren Problemen.

  1. Wenn ich viel Kaffee trinke, merkt man das auch an meinem Atem. Du hast vielleicht auch schon mal die Erfahrung gemacht, dass du einem Kollegen Gegenüberstands und dich unterhalten hast. Plötzlich bemerkst du schnell, dass hier eine richtige Kaffeefahne dir entgegenschlägt. Du versuchst mehr Abstand zu gewinnen und die Unterhaltung ist tot. Wir möchten natürlich unsere Mitmenschen davor bewahren und trinken lieber weniger Kaffee.
  2. Wenn ich viel Kaffee trinke, hat das auch Einfluss auf meinen Blutzuckerspiegel und kann zittrig machen. Viele sind dagegen immun, aber andere werden eher nervös anstatt wach und aufmerksam.

Letztlich bereichert uns der Matcha Tee noch durch seine Antioxidantien und gibt uns ein gutes Gefühl. Auch wenn wir von Matcha begeister sind, werden wir unsere Kaffeemaschine dennoch nicht abmontieren. Hierzu gibt es schließlich auch positive Studien.

Wie unterscheidet sich Matcha von anderen Grüntees?

Sowohl Grüner Tee als auch Matcha enthalten Antioxidantien und entzündungshemmende Nährstoffe. Wie oben bereits erwähnt, enthält Matche bis zu 137 mal mehr Katechinen als normaler grüner Tee. Beide sind nahezu frei von Kalorien und Kohlenhydraten, wobei es bei Matcha zu bedenken gilt, dass hier noch das Blattmaterieal mitgetrunken wird und nicht wie bei dem grünen Tee entfernt. Gute Matcha schmeckt lieblicher und nicht so bitter wie grüner Tee. Der Koffeingehalt ist bei Matcha allerdings wesentlich höher. Du solltest den Tee also meiden, wenn du deinen Koffeinkonsum reduzieren möchtest. Dennoch ist das Koffein hier nicht so aggressiv wie bei anderen Heißgetränken und macht nicht so zittrig.

Unserer Meinung nach ist der wichtigste Unterschied die Zubereitung und der Genuss. Der meditative Augenblick den Matcha Tee zuzubereiten und schluckweise zu trinken kann kein Grüntee oder anderes Lebensmittel bieten.

Gibt es bei Matcha Tee Nebenwirkungen?

Grundsätzlich sind keine wesentlichen Nebenwirkungen bei dem Genuss von Matcha Tee bekannt. Je nach Verträglichkeit, kann der relativ hohe Koffeingehalt Auswirkungen auf den Magen oder den Kreislauf haben. Daher gilt auch beim Matcha: In Maßen genießen macht Freude! Einen guten Wein trinkt man schließlich auch nicht flaschenweise. Wie erwähnt enthält Matcha auch eine hohe Konzentration an dem Antioxidans Katechin. Diese hat die „European Food and Safety Authority“ auch bei Nahrungsergänzungsmittel grundsätzlich als sicher eingestuft, allerdings auch hier davor gewarnt, regelmäßig hohe Konzentrationen zu konsumieren. Näheres findest du in dem Bericht zu Grünteekatechinen.

Schwangeren und Kindern wird grundsätzlich vom Matcha abgeraten. Kinder reagieren viel empfindlicher auf Koffein, sodass es zu nervösem Verhalten kommen kann. So wirkt sich das dann auch auf das ungeborene Leben aus und kann durch den angekurbelten Stoffwechsel zu Untergewicht kommen.

Jetzt wollen wir aber unseren Matcha Tee zubereiten

Um einen perfekten Matcha-Tee zuzubereiten, ist es natürlich wichtig, hervorragendes Matcha Pulver und die spezielle Ausrüstung zu haben. Zuerst benötigst die eine Matcha-Schale namens Chawan, die heiß und trocken sein muss. Echter Matcha-Tee sollte niemals in einer Tasse getrunken werden.
Anstelle eines klassischen Metalllöffels sollte ein spezieller Matcha-Löffel namens Chashaku verwendet werden, eine Art Schaufel, mit der die Teemenge abgemessen wird. Für einen leichten Matcha, Usucha, reichen 1 oder 2 Teelöffel Pulver, für einen stärkeren, Koicha, bis zu drei.
Das in die Tasse eingefüllte Wasser muss maximal 80° Grad heiß sein und muss schnell mit dem Pulver vermischt werden, um alle Klumpen zu entfernen. Für die Zubereitung musst du einen den Matcha-Besen „Chasen“ verwenden, der Luft einlässt und die oberste Schicht des Tees leicht schaumig macht. Die zum Mischen von Pulver und Flüssigkeit geeignete Bewegung ist nicht kreisförmig, sondern es muss eine Art W gezeichnet werden.
Zucker oder andere Süßungsmittel sollten nicht hinzugefügt werden.


Rezepte mit Matcha-Tee

Du kannst Matcha-Teepulver verwenden, um viele süße und herzhafte Rezepte zuzubereiten. Sehr berühmt ist in Japan zum Beispiel das Matcha-Tiramisu, bei dem die Savoiardi in Tee getaucht werden und anstelle von Kakao das Dessert mit einer Prise grünem Pulver verziert wird. Hervorragend eignen sich auch Donut- und Biskuitteige, die mit Matcha-Teepulver angereichert sind. Probiere ihn auch in Kombination mit dunkler Schokolade. Das bekannteste Rezept auf Matcha-Basis ist sicherlich der Matcha Latte, über den wir bereits in einem kürzlich erschienenen Artikel gesprochen haben. Ausgezeichnet sowohl in der heißen Version als auch in der eisgekühlten Smoothie-Version.