Zuletzt aktualisiert am 31. Mai 2022 von fabian

Kurkuma – jeder der gerne indisch Essen geht, kennt dieses köstliche Gewürz – Kurkuma-Pulver– , dass der orientalischen Küche seine milde Schärfe verleiht. Aber auch diejenigen, die gerne eine würzige Currywurst zu sich nehmen, sind von diesem Geschmack fasziniert. Aber es gibt noch mehr zu entdecken, wie die Gelbwurz uns bei unserer Gesundheit und Ernährung hilfreich sein kann.

Wieso ist Kurkuma so gesund?

Wegen seiner wohltuenden und heilenden Wirkung wird Kurkuma traditionell, sowohl in dem Ayurveda,  als auch in der traditionellen chinesischen Kräuterkunde verwendet. Insbesondere auch als natürliches Nahrungsergänzungsmittel für die Fähigkeit, auf entzündliche Prozesse im Körper Einfluss zu nehmen.

Wirkung durch Curcumin

  • Die Pflanze ist seit jeher bekannt für die reinigende und entschlackende Wirkung. Insoweit soll Kurkuma gesunde Produktion von Gallenflüssigkeit anregen und in den Zwölffingerdarm spülen. So werden Ablagerungen und Gallensteine verhindert und Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl vorgebeugt.
  • Entzündungshemmend – Studien² haben Hinweise dafür entdeckt, dass Curcumin eine entzündungshemmende Wirkung im Körper und Zellen entwickelt.
  • Antioxidans – Das Curcumin neutralisiert freie Radikale, die für Alterungsprozesse und die Schädigung der Zellmembranen verantwortlich sind. Es kommst zu Entzündungen. Antioxidantien sind wichtige Nährstoffe für unser Immunsystem und sollten täglich über die Ernährung zugeführt werden. Curcumin gilt als besonders wirkungsvoll, ist aber nur in Verbindung mit einer ausgewogenen Ernährung wirkungsvoll. In Indien wird das Rhizom (Übergang von Wurzel auf die Pflanze) auf die Haut aufgetragen, um die Zellerneuerung zu begünstigen.
  • Laut einer Studie³ gibt es Hinweise, dass durch die längerfristige Einnahme von Kurkuma der systolische Blutdruck sich verbessern könnte. Hiernach müssten jedoch noch weitere Studien vorgenommen werden, um dies zu bestätigen.
  • In Indien ist Kurkuma zudem seit Generationen für seine Haut pflegenden Eigenschaften bekannt. Hier wird die Haut direkt mit dem aufgeschnittenen Wurzel eingerieben.

Abschließend möchten wir noch überlegen, dass Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer meisten tiefliegende Ursachen haben und meistens durch genetische Veranlagung bedingt sind. Auch einige Menschen sich an jeden Strohhalm klammern, sind die Aussichten eher schlecht, dass Kurkuma hier helfen könnte.

Inhaltsstoffe und Nährstoffgehalt

Das prägnante Aroma des Gewürz wird im Wesentlichen durch ätherische Öle, sowie dem Curcumin selbst erzeugt. Curcumin ist das häufigste der 4 Curcuminoide die in der Kukumawurzel enthalten sind. Das Curcumin ist es auch, was für die starke Farbgebung verantwortlich ist. Zudem ist es auch der Wirkstoff, dem vielfältige Wirkungsweisen zugeschrieben werden. Darüber hinaus enthält Kurkuma auch Kalium, Mangan sowie Kohlenhydrate.

Kalorien und Nährwerte von Kurkuma
100 g Kurkuma enthalten

  • 354 kcal und
  • Eiweiß 7,83 g
  • Kohlenhydrate 64,93 g
    • davon Zucker 3,21 g
  • Fett 9,88 g
  • Ballaststoffe 21,1 g
  • Natrium 38 mg

Kurkuma Pulver oder doch lieber Kapseln als Nahrungsergänzung?

Willst du Kurkuma über längeren Zeitraum als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen stellt sich die Frage wie man, das optimal in die Ernährungsgewohnheiten integrieren kann. Auch wenn es vielen schmeckt, jeden Tag ein deftiges Currygericht zu essen, um an dein Curcumin zu kommen, kommt eher nicht infrage. Daher empfehlen wir diese 3 Optionen:

  • Die frische Kurkumawurzel. Hiermit kannst du dir deinen frischen Tee zubereiten und sicher sein, dass du das erhältst, was du haben möchtest. Die Gelbwurz erhältst du ähnlich wie Ingwer in guten Gemüseläden.
  • Kurkuma Pulver. Auch hier empfehlen wir die Teevariante. Du solltest jedoch wie immer bei Superfoods auf die Biozertifizierung achten.
  • Die Kapsel. Sie ist auch bei Kurkuma noch immer die beliebteste Form der Einnahme. Häufig enthalten siese zudem Extrakte, die eine höhere Konzentration der Wirkstoffe versprechen. Allerdings empfehlen wir hier immer die Inhaltsstoffe zu prüfen. Viele Hersteller mischen das Produkt. Auch wenn es kein Medikament ist, solltest du dich an die empfohlene Dosierung halten.

Kurkuma: Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Wo Licht ist, ist meist auch Schatten. Das gilt meist auch bei Wirkung und Nebenwirkung. Jeder Körper reagiert anders. Besonders wenn man das relativ scharfe Kurkuma nicht gewöhnt istund gleich mit höheren Mengen anfängt, wurde von folgenden Nebenwirkungen berichtet:

  • Durchfall
  • Blähungen
  • Magenkrämpfe

Die Magenkrämpfe sind auch ein Grund, weshalb Kurkuma in der Schwangerschaft nicht in erhöhter Dosis eingenommen werden sollte. Die Kämpfe könnten dazu führen, dass die Wehen ausgelöst werden. Hinzu kommt, dass das Curcumin Einfluss auf den Hormonhaushalt der Frau haben könnte. Gegen eine Currymahlzeit oder ein mäßiger Kurkumaeinnahme ist jedoch auch während der Schwangerschaft nichts einzuwenden¹. Solltest du allerdings regelmäßig größere Mengen der Gelbwurzel einnehmen und du fühlst dich damit nicht wohl, dann ist es mit Sicherheit auch nicht gesund.

Verwendung des Kurkuma Gewürz in der Küche


Kurkuma wurde und wird seit Jahrhunderten insbesondere in der Küche des Mittleren Ostens und Südostasiens verwendet. Dafür wird zur Herstellung des Curry-Gewürzes, die Wurzeln ausgekocht, dann getrocknet und anschließend zu einem ockergelben Pulver gemahlen. Dieses wird hauptsächlich mit anderen Gewürzen zu dem bekannten Curry gemischt. In Indien ist das Pulver jedoch auch eine der Zutaten von Masala, wobei es die charakteristische, intensive gelbe Farbe verleiht. Das Gewürz ist indes aus vielen indischen und asiatischen Rezepten nicht wegzudenken. Du solltest unbedingt Gericht wie:

  • Kartoffeln nepalesischer Art oder
  • oder gebratenen Reis probieren.

probieren. Simpel und lecker!

Du kannst Kurkuma jeden Tag essen:
> ein paar Teelöffel pro Tag als Nahrungsergänzungsmittel;
> und Zusatz zahlreicher Lebensmittel am Ende der Garzeit;
> als Zusatz zu verschiedenen Joghurtsorten oder zu einer Soße.

Das auch in der westlichen Welt bekannte Getränk aus Indien, die Goldene Milch, wird mit Kurkuma, Milch und anderen Gewürzen hergestellt. Besonders die Färbung durch diese Wurzel gibt dem Getränk seinen Namen. Das Besondere bei der Goldnenen Milch ist, dass durch die Zutat Pfeffer und das darin enthaltene Piperin, die Bioverfügbarkeit des Curcum wesentlich erhöht werden soll. Auch die goldene Milch ist besonders wegen ihrer wohltuenden, insbesondere entzündungshemmend oder gegen Übelkeit, Eigenschaften bei gesundheitsbewussten Menschen beliebt. Eine regelmäßige Verwendung von Kurkuma wird deiner Ernährung auf jeden Fall mehr Abwechslung bringen und dazu beitragen deine Gesundheit zu erhalten.

Tipp: Kombiniere Kurkuma mit Fetten oder Ölen. Diese erleichtern die Aufnahme und Verwertung der Nährstoffe und somit die Bioverfügbarkeit insgesamt.

Was ist die Kurkumapflanze?

Die Gattung Kurkuma gehört zur Familie der Zingiberaceae, oder Ingwergewächse, während diese mehr als 60 Unterarten verzeichnet. Die am häufigsten für die Küche und Nahrungsergänzung verwendete ist, aufgrund ihres Aromas, die Curcuma Longa. Bei uns wird sie einfach Gelbwurz genannt. Hier wird vor allem der Wurzelstock und das Rhizom zu Kurkumapulver verarbeitet. Die Kurkumawurzel sieht auch derer Ihrer nahen Verwandten Ingwer äußerlich sehr ähnlich. Nur wenn man sie aufschneidet unterscheidet sich die Ingwerwurzel, durch ihr helle Fruchtfleisch, sehr deutlich von Kurkuma. An der Luft verflüchtigen sich die Aromen sehr schnell und es bleibt die intensive Farbe. Daher ist die Pflanze in der Lebensmittelindustrie weit verbreitet. Die intensiven Pigmente werden als Farbstoff verwendet (z. B. E 100) mit dem viele Lebensmittel wie Käse, Joghurt, Senf gefärbt werden.
Kurkuma kommt spontan in Südasien von Indien bis Malaysia in tropischen Regionen mit Temperaturen zwischen 20 °C und 35 °C und hohen Niederschöpfungsraten vor. In kultivierter Form kommt Kurkuma in vielen tropischen und subtropischen Gebieten vor, insbesondere in Asien und Afrika.

Kurkuma-Pflanze mit violetten Blüten

Die Blätter sind bis zu 45 cm lang und gehen aus länglichen Stielen hervor. Weiter sind die Blüten in Blütenständen gesammelt und wachsen in weißen oder violetten Farben an der Spitze der Pflanze. Übrigens ist die Pflanze auch bei heimischen Gartenkennern beliebt und gilt als gut zu ziehen. Die Wurzel ähnelt stark der Ingwerwurzel und ist auf den ersten Blick nur durch ihre orangen Farbgebung zu unterscheiden. Sie wächst abwärts in den Boden hinein und findet zusätzlichen halt durch abzweigende Wurzeltriebe.

Woher stammt der Name?

Der Name leitet sich aus der persisch-indischen Sprache ab, genauer gesagt von dem Wort Kour Koum, das «Zapferan» bedeutet; denn Kurkuma ist auch als Indischer Safran bekannt. Die Pflanze gilt als Glücksbringer und Symbol des Wohlstands, und noch heute färben sich die jungen Bräute in bestimmten Gegenden am Hochzeitstag ihr Haar mit dem leuchtend gelben Pulver.
Die leuchtend gelbe Farbe der Rhizome hat auch zu einem einzigartigen Gebrauch inspiriert: Kurkuma wird seit langem als Farbstoff in Färbereien und anderen Industrien verwendet, auch im Westen, um Stoffe, Papier und vieles mehr zu färben. Inderinnen verwendeten bis vor kurzem Kurkuma als Pigment für Make-up-Produkte und nutzten damit auch seine natürlichen Haut-Eigenschaften.

Quellen:

¹ Turmeric (Curcuma longa) and its major constituent (curcumin) as nontoxic and safe substances: Review

² Safety and Anti-Inflammatory Activity of Curcumin: A Component of Tumeric (Curcuma longa)

³ The effect of Curcumin/Turmeric on blood pressure modulation: A systematic review and meta-analysis

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